Eine spektakuläre und rasant geführte Partie gewann Solothurn trotz Rückstand verdient. Dieses 3:1 ist der fünfte Sieg in Folge. Mit diesem Erfolg arbeitete sich  der letztjährige Finalist in die Verfolgergruppe von Leader Black Stars Basel hoch.

Trotz dieser Serie mit 12:3 Toren war die Leistung nach der Roten Karte von Kahveci (65.) – nur drei Minute nach seiner Einwechslung fuhr der 19-Jährige Stauffer zwei Meter ausserhalb des Mittelkreises in der Zuger Hälfte brutal in die Fersen ­ – nicht über alle Zweifel erhaben. «Wir spielen noch nicht so, wie wir es uns wünschen, haben aber trotzdem gewonnen, wir wollen besseren Fussball bieten», gibt sich Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak kritisch.

Verlusttor auf eine Ecke

Skrzypczak betont auch, dass es «Zug in Unterzahl gut gemacht hat». Der Start fiel fulminant aus. Es gab kein Abtasten. Dieses Tempospiel war mit viel Laufarbeit und Einsatz verbunden. Die Zweikämpfe waren intensiv. Diese Spielgestaltung verlangte defensiv vollste Aufmerksamkeit. Aus der Vorwärtsbewegung heraus schuf sich der Gastgeber Vorteile und Chancen.

Die Führung der Zentralschweizer war so auch nicht zwingend. Ihr Captain Burkard konnte in der 24. Minute einen Eckball von links treten. Im Gedränge vor dem Solothurner Tor gelang es Zugs Innenverteidiger Paglia den Ball über die Torlinie zu drücken. «So ein Tor kann immer passieren, aber ich habe gespürt, dass wir ein Tor machen, die Frage war nur, wann», kommentiert Skrzypczak.

Vorerst stand den Besuchern mehr Raum zur Verfügung, weil die Einheimischen vorsichtiger agierten. Bis zum Freistoss von Osmani in der 36. Minute. Der Freistossspezialist bewies seine Stärke aus 30 Metern. Gästehüter Pastore konnte den flach getretenen Ball nur mit viel Glück mit dem Fuss zum vierten Eckball ablenken. Kqira vermochte dem folgenden Schuss von Hasanovic beim rechten Pfosten den Eintritt ins Tor zu verwehren. Mit dem Zweitball traf der Solothurner Captain mit dem Kopf die Lattenunterkante. Von dieser sprang der Ball ins Feld zurück (37.). 

Stauffers Ausgleich vor der Pause

Diese Szene beflügelte die Ambassadoren. Veronica startete rechts durch. In der Mitte lief Stauffer mit und erwischte Pastore mit seinem satten Flachschuss auf vollem Lauf beim rechten Pfosten zum Ausgleich (44.). Nach einer Stunde gingen die Einheimischen in Führung. Osmani gewann ein Kopfballduell. Chatton liess den Ball durch, sodass Hunziker aus 17 Metern ansatzlos abschliessen konnte – 2:1.

Mit den Einwechslungen der Routiniers Du Buisson (66.) und Koch (71.) versuchten die Aarestädter ihr Spiel zu stabilisieren. Wohl wurde das Angriffsspiel über die linke Seite schwungvoller. Doch gleichzeitig begann die Skrzypczak-Truppe kompliziert zu funktionieren. Es schlichen sich Flüchtigkeitsfehler ein. Die Folge waren Zuspiele, die nicht ankamen oder ins Leere gingen. «Wir werden diese Punkte am Montagtrainig besprechen», kündigt Skrzypczak an.

Die Rotweissen bewiesen trotz dieser Mängel genügend klaren Kopf gegen die kämpferischen Kolinstädter. Daraus entstand der dritte Treffer. Nach einem Hin und Her auf eine Flanke von rechts verlängerte Koch und der frei stehende Chatton traf aus der Drehung zum 3:1-Schlussstand (88.).

Freies Weekend wegen Cup-Freilos

Weil Solothurn als Finalist in der ersten Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup 2019/20 am kommenden Wochenende ein Freilos geniesst, darf das Team ein freies Wochenende einziehen. In der zweiten Runde treffen die Solothurner am 23. März 2019 auf den Sieger aus der Partie Echallens/Azzuri Lausanne aus der Gruppe 1 zu Hause.