1. Liga classic

Solothurns Antwort fällt mit dem 5:0-Sieg gegen Schötz spektakulär aus

Nach einer schwierigen Vorbereitung wegen interner Querelen fegt der FC Solothurn Gegner Schötz mit 5:0 vom Platz. Ein sichtlich bewegter Roland Hasler widmete den Sieg nicht nur der ganzen Mannschaft, sondern allen gutgesinnten Leuten im Verein.

Der bei einem Teil der Geschäftsleitung umstrittene Solothurn-Trainer Roland Hasler bezog die Querelen von Ende der vergangenen Woche in seine Matchvorbereitung ein. «Ich thematisierte das Ganze im Donnerstagtraining, indem ich den Spielern die Frage stellte, ob sie als Vorbilder die Verantwortung übernehmen und diejenigen sein wollen, der zweihundertköpfigen Nachwuchsabteilung mit einem Abstieg die Perspektive für die sportliche Zukunft zu entziehen», erklärte der 54-Jährige.

Dazu gesellte sich die Aufgabe, für die Startelf die richtige Taktik und Mischung zu finden. Verlangt war hauptsächlich ein wirkungsvolles Mittelfeld. Für den wegen Gelb gesperrten Patrick Hasler lief Mallia in zentraler Position auf. Links erstmals nach seiner Verletzung Rückkehrer Oezdemir und rechts neu Hartmann sollten den Schwung über die Flügelpositionen einbringen.

Aus der Druckphase befreit

Zunächst gerieten die Einheimischen arg unter Druck. Bereits nach 56 Sekunden hatte Trittibach einen Souto-Freistoss abzuwehren. Die Luzerner wirbelten vorne mit ihrem Duo Fischer/Mavembo und strapazierten die einheimische Abwehr. Diese Umklammerung durch die Gäste hielt die Stadionelf nicht ab, effizient auf den dritten abgewehrten Eckball in der zwölften Minute zu reagieren. Mallia entwich links, bediente nach rechts Hartmann, der in der Mitte Titton anspielte. Dessen Verstolperer wurde zur Idealvorlage für Oezdemir – Solothurn führte überraschend 1:0. «Wichtig war, dass wir unter Druck ruhig Blut bewahrten», sagte Hasler nach dem Match.

Die Gäste wirkten defensiv nervös

Optisch blieb Schötz weiterhin überlegen. Die Luzerner erwiesen sich im Zweikampf stärker. Ihre erfolgreichste Ausbeute blieb der Lattenschuss ihres Regisseurs Souto, hinter dem zentralen Mittelfeld agierend, in der 36. Minute. Noch wussten die Solothurner nicht zu überzeugen, obwohl die Besucher defensiv nervös und nicht abgestimmt wirkten. Die Bereitschaft, sich reinzukämpfen, war vorhanden, um gleichzeitig die Verunsicherung abzulegen. Diese Absicht setzten die Ambassadoren mit einem Blitzstart in die zweite Hälfte um.

Oezdemir mit entscheidender Vorarbeit

Beim Doppelpack in der 46. Minute durch Titton und in der 50. Minute durch Mallia leistete Oezdemir mit seinen läuferischen Ambitionen je die entscheidende Vorarbeit zu den Treffern zwei und drei. «Unser Plan mit Mallia und den Junioren ist aufgegangen, sie konnten sich bestens integrieren», sagte der Trainer. Diese beiden Tore innert vier Minuten brachen den Luzernern das Genick. Die Platzherren konnten die Fortsetzung nicht nur kontrollieren, sondern in der Schlussphase mit zwei weiteren Treffern noch zulegen. Lüthi krönte den rechtsseitigen Doppelpass mit Luca Meier mit dem 4:0 (83.) und Titton den Vorstoss von Du Buisson wieder auf der linken Seite mit dem Treffer zum Schlussstand von 5:0 (88.). «Es war die richtige Antwort, ich widme diesen Sieg der ganzen Mannschaft und allen gutgesinnten Leuten im Verein», fasste ein sichtlich bewegter Roland Hasler das unerwartete Spektakel zusammen.

Meistgesehen

Artboard 1