Der Start ins Spiel hat man aufseiten der Solothurner komplett verschlafen. Sowohl in der Defensive wie auch in der in der Offensive fand SG in der ersten Halbzeit keine Mittel gegen die konzentriert spielenden Zofinger. Es war dann auch nicht überraschend, dass das Heimteam zur Halbzeit mit sieben Toren im Rückstand lag. Beim Aufsteiger ist aber bei weitem nicht alles schlecht, schliesslich gewann man in den letzten drei Spielen 4 von 6 Halbzeiten.

Es konnte also nur noch besser werden und in der zweiten Hälfte wurde es auch besser. In den ersten 15 Minuten des zweiten Durchgangs waren die Liga-Neulinge mindestens ebenwürdig, vor allem in der Defensive steigerten sich die Solothurner merklich.

Allen voran Torhüter Claude Müller glänzte in dieser Phase serienweise mit starken Paraden und konnte so seine Mannschaft vor einem höheren Rückstand bewahren. Aber trotz der guten Defensiv-Leistung im zweiten Durchgang gelang den Ambassadoren in der Offensive nur wenig.

Viel Einsatz und Moral

Ähnlich wie in der ersten Halbzeit, liess die Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor zu wünschen übrig. Mit viel Einsatz und Moral kämpften die Solothurner, aber nebst der Abschlussschwäche machte der Gastgeber sich auch immer wieder durch kleinere unnötige Fehler in der Defensive das Leben selber schwer.

Trainer Zlatko Portner äusserte sich nach dem Spiel zu den Gründen der Niederlage: «Wir sind einfach zu wenig konstant, eine Halbzeit spielen wir gut und die nächste dann wieder schlecht.»

Beunruhigt ist man aufseiten von Solothurn/Grauholz jedoch noch nicht. Erstens ist man der Aufsteiger und zweitens gibt es diese Mannschaft durch die Zusammenführung von Solothurn und Grauholz erst seit ein paar Monaten. Dementsprechend sagte auch Trainer Zlatko Portner: «Wir brauchen Zeit, damit sich die zusammengewürfelte Mannschaft finden kann.» Nach der dritten Niederlage im vierten Spiel ist man neu auf den drittletzten Tabellenrang. Für Solothurn/Grauholz zeichnet sich eine schwierige Saison ab. Sollte es ihnen aber gelingen, konstanter zu spielen, müsste das erklärte Saisonziel, die Klasse zu halten, eigentlich zu schaffen sein.