"Es war für mich ein Jahr wie im Märchen", kommentierte die Solothurnerin ihre Wahl, "all die Arbeit der Jahre davor zahlte sich aus." Ryf ist die vierte Triathletin nach Natascha Badmann (1998 und 2002), Brigitte McMahon (2000) und Nicola Spirig (2012), die Sportlerin des Jahres geworden ist.

Auf Hawaii stürmte Daniela Ryf förmlich zu ihrem ersten Ironman-WM-Titel. Sie siegte mit über 13 Minuten Vorsprung und krönte damit ihre Saison mit dem grössten Erfolg der Karriere. Die Solothurnerin blieb in dieser Saison unbesiegt und wurde zur Dollar-Millionärin.

Daniela Ryf schreibt Triathlon-Geschichte

Daniela Ryf schreibt Triathlon-Geschichte

2008 war Ryf bereits U23-Weltmeisterin und Olympia-Siebte. Dann folgte die Zäsur: 2010 bei einem Sieg in der WM-Serie über die olympische Distanz in Seoul las die Solothurnerin im Schwimmen einen Magen-Darm-Virus auf. Eine zweijährige Leidenszeit folgte, ehe sie in Training und Wettkampf endlich wieder an ihre Leistungsgrenze gehen konnte.

Seit ihrer Rückkehr ist Ryf stärker denn je. In diesem Herbst triumphierte die Sportlerin des Jahres 2015 auf Hawaii als erste Schweizerin seit Natascha Badmann, die zwischen 1998 und 2005 insgesamt sechs Ironman-WM-Titel gewonnen hatte. Bei harten Bedingungen mit viel Gegenwind im Radfahren und extremer Hitze im Laufen erreichten nur gerade 25 Männer das Ziel vor Ryf. Mit 28 Jahren hat Ryf die Zukunft noch vor sich; Badmann war bei ihrem ersten Triumph auf Hawaii 32.

Flughafen Zürich: Herzlicher Empfang für Neo-Millionärin Ryf (7.12.2015)

Flughafen Zürich: Herzlicher Empfang für Neo-Millionärin Ryf (7.12.2015)

Neben dem WM- holte sich Ryf in Frankfurt am Main mit Streckenrekord auch noch den EM-Titel über die Ironman-Distanz. Und über die halbe Ironman-Distanz (70.3) wurde Ryf in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge Weltmeisterin. Über diese Distanz ist sie seit neun Rennen unbesiegt. Ryf ist zudem die erst zweite Frau nach Leanda Cave (Gb/2012), die das "Double" aus Ironman- und 70.3-WM im gleichen Jahr realisierte.

Die Unbesiegtheit brachte Ryf ein Preisgeld in der Höhe von 1,5 Millionen Dollar brutto ein. Das ist mit Abstand die grösste Summe, die je ein Triathlet in einem Jahr eingenommen hat. Trotzdem gehen ihr die Ziele nicht aus. Ryf peilt die Weltbestzeit im Ironman an. Diese steht bei 8:18:13 Stunden, aufgestellt von der vierfachen Ironman-Weltmeisterin Chrissie Wellington (Gb).

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