Vor allem das Morgenspiel war für Deitingen eine Enttäuschung, denn die klare 5:9-Niederlage gegen Bachs wäre nicht nötig gewesen. «Wir hatten keine Geduld und suchten den Korb überhastet», analysierte Captain Nicole Schönmann.

Umso motivierter waren die Wasserämterinnen gegen Leader Täuffelen. Die Seeländerinnen hatten sich am Turnfest in Biel noch selber als die «Unbesiegbaren» tituliert. «Wir wollten ihnen beweisen, dass auch sie besiegbar sind», beschrieb Schönmann die Motivation ihres Teams.

Spannung pur

Und es folgte wirklich ein Spitzenkampf, wie er spannender nicht sein könnte. Täuffelen begann besser und ging in Führung. Doch in der zweiten Hälfte steigerten sich die Deitingerinnen sichtlich. Die kämpferisch eingestellte Melanie Brügger wurde unter dem Korb zu einem unüberwindbaren Hindernis, während Fabienne Wyss im Angriff variantenreich die Körbe vorbereitete. In der 33. Minute gingen die Deitingerinnen erstmals mit 8:7 in Führung, am Ende gewannen sie 9:8.

Anderer Gegner, anderes Bild

Schade nur, dass der Elan nicht bis am Abend durchgezogen wurde. Zum Abschluss folgte das Spiel gegen Mosseedorf, und da war das Wettkampfglück umgekehrt verteilt. So verlor Deitingen nach hartem Fight 10:11. Am Ende des 4. Spieltages ist Deitingen somit auf den 4. Zwischenrang abgerutscht. «Unser Ziel ist und bleibt das Podest», liess sich Captain Nicole Schönmann dadurch nicht unterkriegen, «Für dieses Ziel geben wir alles.»

Punkte gegen den Abstieg

Für die beiden anderen Solothurner Teams galt es, dringend benötigte Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu sammeln. Das war besonders spannend, als aus dem Fernduell ein «Nahduell» wurde, weil gleichzeitig und nebeneinander Grindel gegen Pieterlen und Erschwil gegen Wettingen spielten. Dabei zog sich Grindel deutlich besser aus der Affäre und legte mit einem Traumstart rasch fünf Tore vor.

Doch dann begannen die Nerven zu flattern, der Korb wurde nicht mehr getroffen und Pieterlen kam bis auf 10:9 heran. Mit etwas Glück wurde der Sieg über die Zeit gerettet. Damit behauptete sich Grindel trotz Niederlagen gegen Mosseedorf (12:17) und Wettingen (7:11) auf Platz 8 und somit knapp über dem Strich.

Erschwil ohne Glück

Erschwil hatte da weniger Glück. Wettingen verfügte über zwei sehr grosse Spielerinnen, die abwechslungsweise unter dem Korb hoch angespielt wurden. Da streckten sich die deutlich kleineren Erschwilerinnen ganz einfach vergeblich. Wettingen buchte einen einfachen Korb nach dem anderen und den Erschwilerinnen blieb am Ende ihres Heimspieltages nur den Frust, dreimal verloren zu haben.

Der Schwachpunkt ist eindeutig die Defensivarbeit. 34 Körbe kassierten die Erschwilerinnen in den drei Spielen. Das ist zu viel, auch wenn anzurechnen ist, dass alle Gegnerinnen vom Sonntag stark aufspielten.