Interclub

Solothurner Teams starten mit unterschiedlichen Erwartungen in die Nationalliga-A-Saison

Der Weissrusse Uladimir Ignatik ist aktuell die Nummer 135 der Weltrangliste und in der NLA-Saison der Topspieler der Trimbacher.

Der Weissrusse Uladimir Ignatik ist aktuell die Nummer 135 der Weltrangliste und in der NLA-Saison der Topspieler der Trimbacher.

Am Dienstag 02.08. steigen der TC Schützenmatt und der TC Froburg Trimbach in die neue NLA-Interclubsaison. Dabei gehen beide Teams als Aussenseiter in die Auftaktpartie gegen die Zürcher Grossklubs Seeblick und GC.

Die Mission beim Saisonauftakt für Solothurn und Trimbach ist klar: So viele Punkte sammeln wie möglich. Denn in der Endabrechnung zählt jeder einzelne Sieg für die Rangliste. Die beiden Vertreter aus dem Kanton Solothurn in der höchsten Schweizer Spielklasse messen sich zum Auftakt mit den Zürcher Traditionsvereinen GC und Seeblick, die beide zu den Anwärtern auf einen Spitzenplatz zählen.

Obwohl GC gegen Froburg Trimbach und Seeblick gegen Schützenmatt zu favorisieren sind, müssen sich die beiden Teams aus dem Kanton Solothurn keinesfalls verstecken. Das weiss auch Yves Derendinger, Captain des TC Schützenmatt. «Seeblick ist natürlich der Favorit gegen uns, aber wir haben auf drei oder vier Einzelpositionen sicherlich Chancen, Punkte zu holen.»

Der Deutsche Yannick Hanfmann spielte in Gstaad stark auf - im Interclub wird er für Schützenmatt Solothurn antreten.

Der Deutsche Yannick Hanfmann spielte in Gstaad stark auf - im Interclub wird er für Schützenmatt Solothurn antreten.

Insbesondere die beiden Verstärkungsspieler aus Deutschland, Yannick Hanfmann und Tim Pütz, sind derzeit in guter Form. Hanfmann kämpfte sich diese Woche beim ATP-Turnier in Gstaad via Qualifikation ins Hauptfeld, wo er gegen Feliciano Lopez gewann, und Pütz überzeugte in den letzten Wochen mit starken Leistungen in der Deutschen Bundesliga.

Marti sollte spielen können

Auch bei Trimbach hat sich die personelle Situation etwas entspannt. Mit dem Weissrussen Uladimir Ignatik, aktuell die Weltnummer 135, konnten die Trimbacher kurz vor Transferschluss noch einen starken Spieler verpflichten, der auf Position eins wohl das eine oder andere Spiel bestreiten wird. Ignatik gewann im letzten Jahr das Profiturnier in Oberentfelden und holte sich in Trimbach den Titel im Doppel.

Auch Yann Marti, der stärkste Schweizer im Kader der Trimbacher, scheint nach seiner Verletzungspause rechtzeitig fit zu sein. «Wir sind froh, dass Yann dabei ist. Wie oft er aber nach seiner langen Verletzungspause spielen kann, wird sich zeigen», sagt Klubpräsident Marco Meyer.

Yann Marti, bester Schweizer von Froburg Trimbach, ist rechtzeitig fit geworden.

Yann Marti, bester Schweizer von Froburg Trimbach, ist rechtzeitig fit geworden.

Der TC Froburg Trimbach strebt in seiner vierten NLA-Saison ein weiteres Mal die Teilnahme an der Finalrunde der besten vier Teams an. Durchaus ein realistisches Ziel, aber auch kein Selbstläufer, denn die sechs Mannschaften sind in diesem Jahr ziemlich ausgeglichen.

Klar ist aber, dass die Trimbacher im zweiten Spiel vom kommenden Donnerstag gegen CT Neuchâtel einen Sieg brauchen, denn die Romands sind auf dem Papier das schwächste Team. «Neuchâtel müssen wir schlagen. Alle anderen Teams werden sich wohl einen harten Kampf um die Finalrundenplätze liefern. Und wir wollen uns einen dieser Plätze holen», so Meyer.

Hotel nur eine Woche gebucht

Dafür brauchen die Trimbacher bereits am Dienstag Punkte aus der Begegnung gegen GC. Und auf dieses Aufeinandertreffen freuen sich die Trimbacher besonders. «Als wir vor zwei Jahren ebenfalls auswärts gegen GC gespielt hatten, war Roger Federer auf der Anlage und bereitete sich auf die US Open vor. Wir hoffen natürlich, dass er auch diesmal wieder dort sein wird. Das wäre ein absolutes Highlight gleich zu Beginn der neuen Saison», so Meyer.

Während die Trimbacher die Finalrunde ins Visier nehmen, will man beim TC Schützenmatt in erster Linie den Ligaerhalt schaffen. Die Finalrunde ist derzeit kein Thema. Das zeigt auch die Tatsache, dass Yves Derendinger das Hotel, in dem die Verstärkungsspieler ab Montag untergebracht sind, lediglich bis zum Dienstagabend in der darauffolgenden Woche reserviert hat. Dann nämlich geht die Gruppenphase zu Ende.

«Aktuell rechnen wir damit, dass wir gegen Neuchâtel um den fünften Platz spielen werden. Sollten wir aber gut starten und in den ersten Runden schon viele Punkte holen, würden wir natürlich reagieren und schauen, dass die Spieler auch in der Finalrunde noch dabei sind», so Derendinger. Ein Zusatzaufwand, den der Captain des TC Schützenmatt im Erfolgsfall sicherlich gerne auf sich nehmen würde.

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