Kajak
Solothurner Schiffe sind voll auf Kurs

Peter Probst hat allen Grund zur Zufriedenheit: «Unserem Verein geht es in jeder Beziehung gut», sagt der Präsident der Solothurner Kajakfahrer. Alle Kurse seien ausgebucht, das Interesse der Öffentlichkeit gross.

Michael Schenk
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Das neue Olympia-Boot von Mike Kurt

Das neue Olympia-Boot von Mike Kurt

Michael Schenk
Das neue Olympia-Boot von Mike Kurt

Das neue Olympia-Boot von Mike Kurt

Michael Schenk

Zudem stellt der Verein mit Melanie Mathys bei den Juniorinnen und Sabine Eichenberger bei den Aktiven zwei amtierende Weltmeisterinnen in der Wildwasser-Abfahrt sowie mit Chantal Abgottspon die Vize-Europameisterin (s. Text nebenan). Und - mit Mike Kurt auch einen noch einen ambitionierten Olympia-Teilnehmer London.

Ein seltener Gast an diesem Abend

Just Letzterer hat sich an diesem Abend als seltener Gast mit seinem nigelnagelneuen Olympia-Boot auch im Klub-Training eingefunden. Nebst den Jungs und Mädchen, worunter sich vielleicht ein Nachfolger von Mike Kurt befindet - «ich hoffe es», sagt Kurt - paddelt der Weltklasse Slalom-Kanute durch die Tore auf dem klubeigenen Trainingsgelände auf dem Emmekanal bei Derendingen. «Ich bin zufrieden mit dem neuen Boot», hält Kurt fest. Gewisse Änderungen gelte es zwar noch vorzunehmen. «Aber bis London sind wir parat», ist der Solothurner zuversichtlich.

Rund 250 Kanu- und Kajakfahrerinnen und -fahrer zählt der Verein. «Bei uns können alle mitmachen», sagt Präsident Probst. Der Klub übernimmt sehr viele Kosten. Sei es für den Transport in Lager oder an Wettkämpfen, sei es für die Verpflegung oder sei es für Startgelder. Selbst das Material wird dem oder der Interessierten gratis und vollumfänglich zur Verfügung gestellt. Da Peter Probst der einzige Bootsbauer in der Schweiz ist und auch die Nationalmannschaft beliefert - «haben wir in dieser Hinsicht einen gewissen Vorteil», so der Chef der Firma Probst Kunststofftechnik. «Im Gegenzug erwarten wir von unseren Sportlerinnen und Sportlern eine gewisse Vorbildfunktion», hält der Präsident der Solothurner Kajakfahrer, der früher selbst ein international erfolgreicher Paddler war.

Viele fahren auch «nur» zur Freude

Für Maximilian, Leano und Jasper, alle zwischen zehn und zwölf Jahre alt und alle aus Solothurn stammend, gibt es vor allem einen Grund, weshalb sie sich für den Kanu- und Kajaksport entschieden haben: «Es macht einfach grossen Spass» und alle seien sie gern auf dem Wasser, so das junge Trio unisono. Der 45-jährige Holländer Thijs Waasdorp ist Physiotherapeut und seit 1998 Klubmitglied. Für ihn ist der Tanz mit den Wellen derzeit auch eine ideale Sache, um nach dem desaströsen Auftritt seiner Landsleute an der Euro den Kopf etwas durchzulüften.