Pikant: Die Solothurner spielen nach wie vor ohne festen Trainer. Gegen Baden war Spielertrainer Nicolas Kofmel zumindest nicht auf sich alleine gestellt. Lukas Berther, unter anderem Trainer der NLB- Mannschaft aus Bern, unterstützte die Solothurner an der Seitenlinie. «Der STB Basket Bern und der BC Solothurn unterhalten eine enge Partnerschaft. Wenn ich die Zeit finde, leite ich in Solothurn ab und zu ein Training oder fungiere als Coach in Meisterschaftsspielen», so Berther. Dies wird besonders vom entlasteten Kofmel geschätzt: «Wenn er hier ist und ein Training leitet, hilft das sehr.»

Verdienter Sieg

Gegen Baden sah Berther zunächst eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für das Heimteam. Im ersten (15:14) und zweiten (33:31) Viertel duellierten sich die Tabellennachbarn auf Augenhöhe. «Wir sind gut gestartet, haben aber dann nachgelassen und ein inkonsequentes Rebound-Verhalten gezeigt. Dies hat dazu geführt, dass Baden wieder den Anschluss finden konnte», bilanziert der Interims-Coach. Kofmel teilt diese Ansicht: «Wir haben solide gespielt. Trotzdem gab es Phasen, in denen wir geschlafen haben, was wir uns vor allem gegen bessere Teams nicht leisten können. Wir hatten Glück, dass Baden nicht seinen besten Tag erwischt hat.» In der Tat waren die Aargauer ab dem dritten Viertel nicht mehr in der Lage mit den Hausherren mitzuhalten. Die Solothurner zogen davon und siegten schliesslich verdient mit 88:65.

Fehlende Struktur

Dieses Resultat bedeutet den neunten Sieg im 12. Spiel und beschert den Solothurnern den soliden 4. Platz. «Wir haben ein paar junge Spieler in die Mannschaft integriert. Zudem fehlten noch zwei wichtige Spieler. Insofern sind wir zufrieden. Aber wir müssen konstanter werden, wollen wir mit den Besten mithalten», fügt der 30-jährige Kofmel an. Das Ziel des 1.Liga-Teams ist klar: Die Playoffs erreichen und vorne mitspielen. Auch mit einem allfälligen Aufstieg wird geliebäugelt. Sportlich kann dieser zu einem Thema werden, aber die finanzielle Lage und auch die Struktur lassen zu wünschen übrig. Die Spiele werden in der CIS-Halle ausgetragen, welche nicht Liga-konform ist und ein Trainer ist auch noch nicht gefunden. «Es gibt keine einzige Dreifach-Turnhalle in Solothurn. Die CIS-Halle ist für uns nur ein Provisorium. Vielleicht bräuchte es die Unterstützung der Stadt, damit uns eine bessere Infrastruktur zur Verfügung gestellt würde. Nun gilt es, weiterhin da Beste aus der Situation zu machen und im nächsten Spiel – ob mit oder ohne Trainer – auswärts gegen die Starwings aus Basel erfolgreich zu bestehen.