Kanu
Solothurner Kanuten enttäuschen an Weltmeisterschaft

Chantal Abgottspon und Nico Meier erreichen ihre Ziele an der Weltmeisterschaft im italienischen Valtellina nicht. Unglückliche Umstände, wie Krankheit und ein hoher Wasserstand verunmöglichten herausragende Resultate.

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Hatten in Italien nicht viel zu lachen: Nico Meier (l.) und Chantal Abgottspon.

Hatten in Italien nicht viel zu lachen: Nico Meier (l.) und Chantal Abgottspon.

Bei den Qualifikationsläufen für den Sprintfinal der Weltmeisterschaften im italienischen Valtellina schaffte nur die Silbermedaillengewinnerin vom Mittwoch, Sabine Eichenberger die Finalqualifikation. Sie konnte sich sogar sowohl im Kajak, als auch im Einerkanadier für die Finalrennen vom Samstag qualifizieren. Durch die Hitzeperiode der letzten Woche stieg der Wasserpegel der Adda aufs Mehrfache und die grosse Wasserwucht bereitete vielen Wettkämpfern grosse Schwierigkeiten und viele der Favoriten blieben auf der Strecke. So auch der deutsche Weltmeister des klassischen Rennens, Tobias Bong. Die routinierte und erfahrene Bruggerin Sabine Eichenberger konnte sich im gestrigen Rennen mit einem sicheren und fast fehlerfreien Lauf hinter der Tschechin Mruzkova auf dem zweiten Rang platzieren und hat sich damit eine gute Ausgangslage fürs heutige Finalrennen geschaffen.

Trotz einem guten Wettkampf ohne grosse Fehler reichte es dem Berner Jonas Tschirren knapp nicht für den Final der besten Fünfzehn. Auch die weiteren Schweizer wurden Opfer der Wassermassen und konnten ihre Läufe nicht fehlerfrei ins Ziel bringen.

Abgottspon enttäuscht

Die beiden Solothurner, Chantal Abgottspon und Nico Meier sind mit ihren bisherigen Resultaten an der Kanu-WM gar nicht zufrieden. Mindestens ein Top-Ten Platz und die Finalqualifikation im Sprint waren das klare Ziel von Chantal Abgottspon. Erreicht hat sie dies nicht. Allerdings waren die Umstände nicht aufseiten der Schweizer. Konnten sie in den drei Trainingslagern noch bei optimalem Wasserstand auf der WM-Strecke trainieren, stieg der Pegel der Adda nach der Hitzeperiode übers Wochenende genau auf den Beginn der Weltmeisterschaft auf ein so hohes Niveau, dass sich das OK aus Sicherheitsgründen gezwungen sah, dass klassische Rennen auf eine sehr einfache Strecke zu verlegen und zu kürzen.

Dies kam dem Schweizer Team gar nicht entgegen und auch Chantal Abgottspon hätte lieber ein längeres Rennen auf der schwierigen Originalstrecke gehabt. Die Sprintqualifikation fand dann wieder auf der Originalstrecke statt, aber die grosse Wasserwucht verzieh keinen noch so kleinen Fahrfehler und auch Chantal Abgottspon brachte keinen der beiden Läufe ohne mehrere Fehler ins Ziel und war danach über ihr Resultat auch klar enttäuscht.

Meier von Krankheit gestoppt

Auch für Nico Meier lief seine erste Weltmeisterschaft nicht wie gewünscht. Bereits bei der Anreise an den WM-Ort war der junge Solothurner leicht krank konnte daher beim klassischen Rennen am Mittwoch nicht die volle Leistungsfähigkeit erreichen. Bei der Sprintqualifikation fehlten Nico Meier die notwendige Routine und Wildwassererfahrung um auf einer derart schwierigen und wuchtigen Strecke schnell und sicher fahren zu können und er zitterte seine beiden Läufe ins Ziel.

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