Beim 5:11 gegen die Biel Hatchets anlässlich der Beachsoccer Runde in Solothurn enttäuschten die Gastgeber. «Wir waren vom Sandschaufeln und dem Aufbau der Anlage total platt und müde», erklärte Micha Rusterholz. Er ist der Präsident, Eventmanager, Torschütze und Wasserträger für den BSC Solothurn. «Der Heimvorteil ist im Beachsoccer eher ein Heimnachteil.»

Mit dem Erfolg des Events war er jedoch zufrieden; mit den Resultaten seiner Mannschaft nicht so ganz. «Dass wir zweimal verloren haben war sicher nicht die Idee.» Mit einem Sieg gegen die leicht favorisierten Berner Sable Dancers hätten die Solothurner im Kampf um den vierten Platz weiter mitmischen können. Dieser vierte Platz war das ursprüngliche Saisonziel, denn dann könnten die Solothurner am Finaltag um den Titel mitspielen. Aber die Nationalmannschaft Tahitis, «verstärkt» mit ein paar Bernern legte los wie der Teufel und ging rasch 2:0 in Führung.

Penalty verschossen

Die entscheidende Szene folgte dann in der 20. Minute, als Solothurn einen Penalty verschoss. Statt 8:6 hiess es 9:5. Dies, weil die Sable Dancers im Gegenzug gleich ein weiteres Tor erzielten. Schade für das Heimteam, denn die Tahitianer spielten zwar spektakulär aber wenig effizient. Und wenn sich die Solothurner – allen voran Lars Müller – weniger in Dribblings eingelassen und dafür ihre vielen Torchancen genutzt hätten, dann wäre viel mehr dringelegen. Trotzdem: Mit dem neuen, wirklich tollen «Sandstrand» im CIS wird Beachsoccer in Solothurn gewiss einen weiteren Aufschwung erleben. Nächstes Jahr, während der Fussball-WM in Brasilien, hat Rusterholz Grosses vor. So will er die WM mit 32 Juniorenteams nachspielen. «Die Leute lernen uns jetzt kennen und haben Spass. Wir können die Anlage in diesem Sommer bekannt machen. Nächsten Sommer werden wir dann von Mai bis September jedes Wochenende einen Event organisieren», verspricht Micha Rusterholz.

Aufteilung tut not

Andererseits braucht aber die Swiss Beach Soccer League dringend einige Neuerungen. Bei Spielen wie Basel Scorpions - Illyrian Dietikon war der Klassenunterschied viel zu offensichtlich. Eine Aufteilung in zwei Stärkeklassen tut not, damit solch einseitige Angelegenheiten wie dieses 16:2 der Vergangenheit angehören. Das machte weder den unterforderten Siegern, noch den gedemütigten Verlierern, noch den Zuschauern wirklich Spass.