Die Schweizer Meisterschaft wurde über 24 Teams ausgetragen. Ein erstes Wochenende in Langnau diente als Qualifikationsrunde für 12 Startplätze an der eigentlichen Meisterschaft. Hier gelang es dem CC Solothurn Wengi, sich ohne Verlustpunkte für die Endrunde zu qualifizieren.

Drei Wochen später fand dann die zweite Runde der Schweizer Meisterschaft in Thun statt. Diese wurde in zwei Gruppen als Round Robin gespielt. In dieser Runde musste der CC Solothurn Wengi ein Spiel verloren geben, womit das Team mit dem zweiten Gruppenplatz den Halbfinal erreichte.

Überstehen des Halbfinals kein Problem

Um den Einzug in den Final spielte das Solothurner Team gegen den CC Biel-Touring ein relativ einseitiges Match, bereits nach vier Ends zeigte die Scoretafel 6:1 für die Solothurner, nach sechs Ends gab der CC Biel-Touring das Spiel auf.

Nun war man dem grossen Ziel Schottland ziemlich nah, doch wartete im Final ausgerechnet der Gegner CC Luzern-City, gegen den man am Abend zuvor verloren hatte. Es hiess nun, ruhig zu bleiben, Nerven zu behalten und sich auf sein bestes Curling zu besinnen. Durch ein Steinspiel konnte Skip Jürg Gnägi den «Hammer» (das Recht des letzten Steins) für das erste End sichern. Und der Start gelang vorzüglich, konnte doch ein Zweierhaus geschrieben werden.

Die nächsten zwei Ends wurden sehr defensiv gespielt und die Luzerner holten sich jeweils ein Nuller-End und sicherten sich damit weiter das Recht des letzten Steins. Im vierten End konnte der CC Solothurn Wengi einen Stein stehlen und damit einen Punkt zum 3:0 buchen. Das fünfte End wurde von beiden Teams sehr offensiv geführt und die Luzerner konnten mit einem hervorragend zwischen zwei Guards hindurch gespielten Stein zwei Punkte schreiben.

Im sechsten und siebten End holten die Solothurner je einen Stein zum Spielstand von 5:2. Im letzten End hatte nun der CC Luzern-City die Aufgabe, mindestens drei Steine zu schreiben, um ins Zusatzend zu kommen oder gar vier Steine, um das Match zu gewinnen. Der CC Solothurn Wengi zeigte hier ein fehlerfreies defensives Spiel und liess den Luzernern keine Chance, ihr vorgegebenes Ziel zu erreichen – sie mussten vorzeitig aufgeben.

Im April gehts ab nach Schottland

Die Solothurner konnten den Titel des Schweizer Meisters für sich verbuchen und nun hat das Team die grosse Aufgabe, die Schweiz an der Weltmeisterschaft der Senioren vom 23. bis 30. April 2014 in Schottland zu vertreten.

Skip Jürg Gnägi ist zuversichtlich, dass das Team auch auf internationalem Level eine Chance auf eine Medaille hat. Die stärksten Mitstreiter um den WM-Titel sind die Curling-Nationen Kanada, Schottland und Schweden. Um gegen diese grossen Nationen zu bestehen, werden die verbleibenden zwei Monate bis zu diesem Anlass für die Solothurner geprägt sein von intensivem Training und Einsätzen an Turnieren.