Fussball
Solothurner Cup: Fünftligist bodigt fast den Zweitligisten Gerlafingen

Als letzter Fünftligist im Solothurner Cup zeigte Bratstvo gegen Gerlafingen eine tolle Leistung. Die Serben brachten den Zweitligisten phasenweise arg in Bedrängnis, schieden aber mit 3:5 aus. Präsident Rakic ist mit seinem Team trotzdem zufrieden.

Hans Peter Schläfli
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Solothurner Cup: Fünftligist bodigt fast den Zweitligisten Gerlafingen
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Bratstvos Mitar Zelikovic (hinten) und Philipp Breu im Zweikampf.
Bratstvo, am Ball Mitar Zeljkovic, war nahe dran, Gerlfingen zu Fall zu bringen.
Bratstvos Torschütze Denis Stanojlovic lässt sich feiern
Srdjan Minenkovic und Dejan Radulovic feuern den Torschützen Denis Stanojlovic, aber am Ende reichte es Bratsvo nicht zur Überraschung.

Solothurner Cup: Fünftligist bodigt fast den Zweitligisten Gerlafingen

Schläfli

Die serbische Bruderschaft – das bedeutet Bratstvo auf Deutsch – bewies einmal mehr, dass Cupspiele ihre eigenen Gesetze haben. Der Solothurner Fünftligist brachte Zweitligist Gerlafingen phasenweise arg in Bedrängnis. Irgendwie begann es für den haushohen Favoriten einfach zu gut: In der 4. Minute schoss Srecko Kovacevic – sinnigerweise serbischer Abstammung – Gerlafingen mit einem direkt verwandelten Freistoss in Führung.

Und als Volkan Turhan in der 13. Minute eine Hereingabe von Nenad Svjetica – auch das ein Name aus dem ehemaligen Jugoslawien – zum 0:2 einschieben konnte, schien bereits alles gelaufen zu sein. Doch wenig später folgte die wohl matchentscheidende Szene: Der Bratstvo-Angreiffer dribbelte sich auf der linken Seite durch und wurde von Stanic mit einem Foul daran gehindert, den Ball ins leere Tor zu schieben. Bitter für Bratstvo, dass Stanic den von Wagner geschossenen Elfmeter abwehren konnte. «Wäre der Penalty reingegangen, dann hätte das vielleicht ein ganz anderes Spiel ergeben», analysierte Bratstvo-Präsident Savo Rakic diese Szene.

Eigentor zum Anschluss

Die Serben liessen sich nicht unterkriegen. Nach einem Freistoss gelang Stanojlovioc, dem besten Mann auf dem Platz, der verdiente Anschlusstreffer doch noch. Mit einem «abverheiten» Weitschuss erwischte dann aber Karakus Goalie Drazen Bijelic auf dem falschen Fuss und stellte in der 36. Minute auf 1:3. Jetzt schien Gerlafingen alles im Griff zu haben. Mit schönen Kombinationen wurde der Fünftligist schwindlig gespielt. Das nächste Tor schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Tatsächlich traf ein Gerlafinger – aber auf der falschen Seite. Die Verteidigung vertändelte sich, der Gegner eroberte den Ball und spielte einen «vergifteten» Pass quer durch den Fünfmeterraum, den Pavlovic ins eigene Tor lenkte.

Präsident Rakic zufrieden

Fortan wurden die Serben etwas übermütig; denn wenig später wurden sie von Gerlafingen schulbuchmässig ausgespielt und es hiess 2:4 durch Karakus. Doch der Underdog steckte nicht auf und kam in der 83. Minute effektiv noch einmal auf 3:4 heran. Viktor Wagner spedierte den Ball über die Linie. Doch der Ausgleich gelang nicht mehr.

Ganz im Gegenteil, der Zweitligist machte kurz vor Schluss mit einem Konter alles klar. Torschütze war wieder Kovacevic, der beste Gerlafinger, der erst gerade erst von einer Lungenentzündung genesen ist. «Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit meiner Mannschaft», zog Bratstvo-Präsident Rakic Bilanz, «wir haben ein gutes Spiel gezeigt. Und wenn der Penalty reingegangen wäre . . .»