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Solothurner Cup: Die drei letzten Sieger und ein Underdog noch dabei

Alban Xhema (rechts im Bild), Captain vom Titelverteidiger FC Bellach.

Alban Xhema (rechts im Bild), Captain vom Titelverteidiger FC Bellach.

Im Solothurner Cup stehen heute Abend die Viertelfinals an. Klus/Balsthal aus der 3. Liga fordert Iliria, die weiteren drei Partien sind Duelle zwischen Zweitligisten.

Der Aufstand der Kleinen blieb in der diesjährigen Ausgabe des Solothurner Cups definitiv aus. Sieben der acht Viertelfinalisten kommen aus der 2. Liga. Mit dem FC Klus/Balsthal blieb nur ein Unterklassiger im Rennen um den Cupsieg 2018 – und den Startplatz im Schweizer Cup in der kommenden Saison.

Der FC Klus/Balsthal feierte im Jahr 2000 seinen bisher letzten Triumph im Solothurner Cup. Der aktuelle Tabellendritte der 3. Liga Gruppe 1 schaltete in der Vorrunde Halten (3. Liga), in den Sechzehntelfinals Flumenthal (4. Liga) und in den Achtelfinals Lommiswil (2. Liga) aus.

In der Meisterschaft verloren die Thaler die ersten beiden Saisonspiele, seither sind sie ungeschlagen. Im Cup-Viertelfinal wartet heute mit dem FC Iliria der Cupsieger 2016 auf das Team von Trainer Manfred Bargetzi. Die Stadt-Solothurner liegen in der 2. Liga nur auf dem achten Platz. Der Absteiger aus der 2. Liga inter ist punktemässig näher am Strich als an den Spitzenplätzen klassiert.

Am vergangenen Wochenende feierte «Xhevi» Dullajs Mannschaft aber einen 6:1-Kantersieg gegen den FC Trimbach. In den bisherigen beiden Cup-Runden bekundete Iliria gegen die Drittligisten Gerlafingen (5:3 nach Verlängerung) sowie Selzach (3:2) viel Mühe.

Revanche für die Guldentaler

Dank den klaren Siegen gegen die unterklassigen CIS Solettese (4. Liga) und Egerkingen (3. Liga) steht der Titelverteidiger Bellach im Viertelfinal. In der 2. Liga sind die Bellacher das Team der Stunde. Zuletzt resultierten drei Vollerfolge gegen Härkingen, Grenchen und Mümliswil mit einem Gesamtskore von 14:1.

Die Leberberger liegen hinter Subingen und Grenchen auf dem 3. Platz und stellen zusammen mit dem Leader die statistisch beste Offensive. Diese versucht sich heute Abend an der Defensive des FC Mümliswil – zum zweiten Mal innert fünf Tagen.

Am Samstag gewann Bellach zu Hause gegen die Guldentaler gleich mit 5:0. Der FC Mümliswil stand 2013 zum einzigen Mal in seiner Klubgeschichte im Cupfinal: 3:4-Niederlage gegen den FC Härkingen. In den Achtelfinals bodigte Mümliswil den FC Subingen, den Cupsieger von 2010 und 2014 sowie aktuellen Spitzenreiter der 2. Liga, mit 3:0.

In der Liga ist Remo Bürgis Team auf dem 6. Platz klassiert – mit 14 Punkten aus elf Spielen. Vor dem chancenlosen Auftritt gegen Bellach hatten die Guldentaler Oensingen (3:0), Härkingen (2:0) und Blustavia (2:0) bezwungen.

Trimbach war noch nie im Final

Der FC Trimbach ist der einzige der acht Viertelfinalisten, welcher den Cup noch nie gewinnen konnte und auch noch nie im Endspiel stand. Im Achtelfinal sorgte die Elf von Cafer Suna für Aufsehen, als sie den Kronfavoriten FC Grenchen mit einem 1:0-Sieg aus dem Wettbewerb warf.

In der Meisterschaft kassierten die Trimbacher zuletzt aber eine bittere 1:6-Packung beim FC Iliria, wodurch sie auf den neunten Platz der 2. Liga abrutschten. Trimbach holte in zehn Spielen elf Punkte. Das Duell gegen den heutigen Viertelfinal-Gegner Fulenbach verloren die Trimbacher vor zwei Wochen zu Hause mit 0:3.

Zweimal Yanick Boss und einmal Simon Affentranger hiessen die Torschützen für den SC Fulenbach, der 2013 zum bisher letzten Mal den Pokal in die Luft stemmen konnte. 2016 verloren die Thaler den Final gegen den FC Iliria im Penaltyschiessen.

Das Team von Trainer Martin Hert, welches die vergangenen drei 2.-Liga-Saisons auf dem zweiten Platz beendet hat, liegt aktuell auf Rang vier. Aufgrund des 2:2-Unentschiedens vom Wochenende gegen den SC Blustavia musste Fulenbach die Spitzenteams etwas ziehen lassen.

Gäu gegen Thal

Im dritten Duell zweier Zweitligisten empfängt der siebtrangierte FC Härkingen das Tabellenschlusslicht FC Welschenrohr. Härkingen gewann den Solothurner Cup 2009 und zuletzt 2015. Die Gäuer zogen mit Siegen gegen den Drittligisten Bratstvo (6:0) und den Liga-Konkurrenten FC Oensingen (6:2) in die Viertelfinals ein.

Vier Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen – dies die Bilanz der Härkinger in der Meisterschaft. Zuletzt holte das Team von Bruno Büttiker in Oensingen einen Punkt, davor hatte der FC Härkingen zweimal in Folge verloren.

Am zweiten Spieltag trafen Härkingen und Welschenrohr bereits aufeinander. Trotz frühem Rückstand setzten sich die Härkinger am Ende mit 4:1 durch. Raphael Büttiker, Reto Gutschier und zweimal Yanick Oumaray steuerten die Tore bei.

Welschenrohr holte in den bisherigen zehn Saisonspielen nur fünf Punkte, der letzte Sieg von Trainer Adis Kesedzics Mannschaft datiert vom 2. September (3:0 gegen Oensingen). Welschenrohr stand vor mehr als zehn Jahren zum letzten Mal im Solothurner Cupfinal. 2003 unterlagen die Thaler dem FC Olten mit 0:5.

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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