Schön wars anzusehen. Die Solothurner Weltauswahl mit vier Brasilianern, einem Bosnier, einem Kosovo-Albaner und einem (Ost-)Schweizer forderte im ersten Drittel des letzten Spiels der Qualifikation den grossen Favoriten GC bis aufs Äusserste.

Fussball-Legende Paulo Vogt, der im Verlauf seiner sportlichen Tour de Suisse bei nicht weniger als zwölf Vereinen angeheuert und in diesem Frühling bei Breitenrain seine (Rasen-)Karriere als Spieler beendet hatte, bewies seinen unnachahmlichen Torriecher auch im Sand. Der 37-Jährige verstärkte in den letzten drei Partien spontan die brasilianische Fraktion der Strandakrobaten beim BSC Solothurn mit Mazzzucco, Machado Dias, Correa da Silva und Miranda de Sousa.

Solothurn verliert Beachsoccer-Duell mit GC

Solothurn verliert Beachsoccer-Duell mit GC

Der Solothurner Kern fehlt

Gebracht hat es unter dem Strich ausser einigen spielerischen Leckerbissen nichts. Solothurn verlor nach ausgeglichenem Startdrittel (4:4 mit 3 Vogt-Toren) gegen GC mit 6:10, verpasste damit die angestrebten Playoffs und landete mit nur zwei Siegen in zehn Spielen auf dem enttäuschenden neunten Platz. Das ist im Vergleich zum Vorjahr (10. Platz) auch in den Augen von Captain Senad Ljaljic kein Fortschritt. «Wir haben mit dem eigenen Beachsoccer-Feld beim CIS Solothurn ideale Voraussetzungen, können diese aber nicht ausnutzen», sagt der Dulliker mit einem gewissen Frust.

Die Begründung hat sich in den letzten Monaten nicht geändert: Den Teammitgliedern fehlt die regionale Bindung zu Solothurn. Nur zweimal überhaupt trainierte man komplett, Automatismen, geschweige denn ein Spielsystem sind deshalb nicht erkennbar. Man lebt von der individuellen Klasse. Am schlimmsten aber wiegt, dass die Mannschaft kaum einmal in Vollbestand an eine Meisterschaftsrunde reiste. Auch am Sonntag beim Qualifikations-Abschluss in Birr verfügte Solothurn nur über zwei Auswechselspieler. Für die kräftezehrenden dreimal 12 Minuten effektive Spielzeit viel zu wenig.

Entscheiden für Beachsoccer

«In den allermeisten Partien hielten wir im ersten Drittel absolut mit, brachen dann am Schluss jeweils ein», ärgert sich Ljaljic. Deshalb fordert der Captain für die nächste Saison einen bedingungslosen Systemwechsel: «Praktisch bei allen Teams konzentrieren sich die Spieler ausschliesslich auf Beachsoccer. Bei uns spielen die meisten noch Fussball. In Zukunft soll sich jeder für oder gegen Beachsoccer entscheiden». Man müsse endlich den Trumpf des eigenen Beachsoccer-Feldes ausnutzen. Dazu gehört auch, dass in Sachen Nachwuchs etwas geht. Denn mit Brasil-Zauber allein ist kein Blumentopf zu gewinnen. Dafür ist das Niveau in der Suzuki League inzwischen viel zu hoch.