Handball

Solothurner Bollwerk unüberwindbar

Der Solothurner Philippe Kaech (links) kommt gegen Herzogenbuchsees Tobias Stalder zum Abschluss. Bieri

Der Solothurner Philippe Kaech (links) kommt gegen Herzogenbuchsees Tobias Stalder zum Abschluss. Bieri

Mit dem klaren 29:15-Sieg gegen Herzogenbuchsee rückt Solothurn auf Rang drei vor.Der TV Solothurn dominierte das 1.-Liga-Handball-Derby gegen den HV Herzogenbuchsee klar, und sicherte sich den achten Sieg in Serie.

Mit dem ersten Angriff zeigten die Gastgeber an, dass sie nicht gewillt waren, vorzeitig Weihnachtsgeschenke zu verteilen. Die Ambassadoren legten einen Blitzstart hin und führten durch Beer, Schürch und Wassmer nach 108 Sekunden bereits 3:0. «Wir waren im Kopf bereit», sagte dazu ihr Trainer Zsolt Toth.

Zu viele technische Fehler

Auf der anderen Seite kritisierte «Buchsi»-Captain Reto Sommer: «Wir machten zu viele technische Fehler und verloren das Selbstvertrauen für das ganze Spiel.»

Die ersten zwei, sowie die Hälfte ihrer Tore der ersten Halbzeit realisierten die Solothurner aus Penaltys. Nach diesem an Effizienz kaum mehr zu toppenden Matcheinstieg wollten die Einheimischen für einen Moment zu viel. Daraus zog Herzogenbuchsee Profit und kämpfte sich bis zum 8:7 in der 19. Minute heran. «Wir erhielten verhältnismässig viele Penaltys und kamen dadurch nicht mehr zu unseren Gegenstössen. Wir sind eine schnelle Mannschaft und brauchen diese Gegenstösse. Wenn sie nicht kommen, werden wir vorne nervös», erklärte Solothurns Coach Toth. Unnötige Ballverluste, Fehlschüsse und -pässe waren die Folge.

Die Verteidigung der Platzherren wurde durch Trainerbruder Joszef Toth und Adam in der Mitte stabilisiert. Sie trat gut organisiert und geschlossen auf. An diesem Bollwerk bissen sich die Oberaargauer fest. «Es lag an unserem Angriff, denn wir erhielten zu viele Gegenstösse und machten es dem Gegner leicht», so Sommer.

Kurzes Strohfeuer

Die Berner versuchten nach dem Seitenwechsel nochmals zurück zu kommen. Dieses Strohfeuer war von kurzer Dauer. Die Platzherren besannen sich mit ihren sieben Siegen im Rücken und dem Vorstoss auf den dritten Zwischenrang hinter den beiden Aufstiegsrundenplätzen auf ihre mentale Stärke. Am Kreis erwies sich speziell Riederer – Doppellizenz mit B-Ligist Grauholz – als ballsicher und unberechenbar. Nach Alders 15:10 in der 32. Minute steigerten sich die Einheimischen in einen wahren Spielrausch. Diesen Torreigen von Riederer (3), Schürch (2), Beer, Kaech und Zimmermann (je 1) konnte Herzogenbuchsee erst in der 44. Minute durch ein weiteres Penaltytor von Sommer zum 23:11 unterbinden. «Wir konnten zu wenig Druck vor dem gegnerischen Tor aufbauen und fielen danach auseinander; wir waren keine Mannschaft mehr, sondern nur noch Einzelkämpfer», sagte Sommer. «Unsere Goalies spielten perfekt und unsere Abwehr demoralisierte Herzogenbuchsee nach ihren starken fünf Minuten nach der Pause», betonte TVS-Trainer Toth.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1