Die Schwyzer spielten sich in der zweiten Minute die erste Tormöglichkeit der Partie heraus –Suter trickste links Stauffer aus, sein Sturmpartner Zeno Huser konnte den Ball am weiteren Pfosten nicht annehmen. Dabei blieb es. Die Besucher gewannen anschliessend die Überhand. Dies führte zur vorentscheidenden Szene (16.). Cani sah seinen Schuss von Goldau-Hüter Steinegger nach vorne abgewehrt.

Sturmspitze Vernocchi reagierte am Schnellsten, was Steinegger zu einem penaltyreifen Eingreifen gegen den Solothurner veranlasste. Diesen Elfmeter versenkte Hunziker mit Verve zur Gästeführung (17.). Vier Minuten später erhöhte Cani, der einen Rückpass von Du Buisson von der Grundlinie im Rückraum direkt übernahm (21.). Dieses zweite Tor drückte die technische Überlegenheit der Solothurner, gepaart mit viel Übersicht im Aufbau resultatmässig aus.

«Wir waren in den ersten 25 Minuten sehr stark», stellte Widmer fest. Die Ambassadoren setzten sich in der gegnerischen Feldhälfte fest und monopolisierten den Ball. Erst in der Nachspielminute der ersten Halbzeit kamen die Innerschweizer zu einer zweiten Chance, weil die Aarestädter in der Konzentration nachliessen. Der gefährlichste Schwyzer sah seinen Effettball knapp am rechten Pfosten vorbeiflitzen.

Substanz vorhanden

Nach dem Seitenwechsel agierten die Solothurner nicht mehr so dominant. Ihren Gastgebern gestanden sie mehr Freiheiten zu. Doch deren grosses Kämpferherz war zu wenig, um daraus Nutzen zu ziehen. «Wir konnten die Konzentration und den Rhythmus aus der ersten Halbzeit nicht hochhalten, diesen müssen wir länger beibehalten können», bemängelte Widmer. «Die Mannschaft hat aber gezeigt, dass sie Substanz hat, sich gefunden hat um Organisation und Plan umzusetzen, die Effizienz muss jedoch besser werden, daran müssen wir weiter arbeiten und schleifen», hielt der 61-Jährige fest.

Trotz der nur einmonatigen Vorbereitungsphase zeigten die Gäste bereits ein gutes Spielverständnis. Der Abschluss muss noch dezidierter gesucht werden. «Wir haben die Angriffe zu wenig präzis fertig gespielt, die Laufwege sind noch nicht ideal», bezeichnet Widmer seine Beobachtungen als «Jammern auf hohem Niveau nach einem aufschlussreichen Spiel.»

Unnötig hektisch nach dem 0:3

Was in diesem Team steckt, stellte es in der 74. Minute unter Beweis. Offensiv stark in Erscheinung getreten, stiess Innenverteidiger  Stauffer nach vorne, bediente halblinks Cani, um halbrechts in den freien Raum im gegnerischen Strafraum zu sprinten. Dieses Zusammenspiel krönte der Routinier mit dem dritten Gästetor. Anstatt das Geschehen weiterhin sicher zu kontrollieren, liessen die Rotweissen nach.

Dies brachte unnötige Hektik ins Geschehen. Diesen Abbau in der Konzentration wollten sich die fleissigen, aber doch limitierten Goldauer nutzen. So genoss Suter in der 83. Minute genügend Raum für den Ehrentreffer. Die Zentralschweizer setzten nach. Die Zweikämpfe wurden umstrittener. Einer davon – zwischen den beiden Captains Konrad Huser und Du Buisson in der Nähe des Besucher-Tores aus gesehenen linken Cornerflagge ausgetragen – endete mit einer Roten Karte für ansonst besonnenen Solothurner wegen einer Tätlichkeit. «Dies war unnötig und erschwert uns die Personalfrage», sagte dazu Widmer.