Handball
Solothurn spielt gut, gewinnt aber nichts

Die SG Solothurn/Grauholz bringt Aufstiegsaspirant Suhr Aarau in Bedrängnis, gewinnt aber am Schluss keine Punkte. So zittern die Solothurner auch zwei Runden vor Schluss weiter um den Ligaerhalt.

Hans Peter Schläfli
Drucken
Teilen
Die Solothurner Handballer im Abstiegskampf
5 Bilder
Der Aargauer Patrick Romann stoppt den Solothurner Samuel Hubacher.
Valentin Striffeler versucht die Aargauer Mauer zu überwinden.
Der Aargauer Luca Strebel hindert den Solothurner Tom Althaus unzimperlich am Schuss.
Der Aargauer Patrick Strebel stoppt den Solothurner Martin Beer.

Die Solothurner Handballer im Abstiegskampf

Hans Peter Schläfli

Vor dem letzten Heimspiel der Saison verabschiedete die Spielgemeinschaft Solothurn/Grauholz Coach Zlatko Portner und Betreuer Martin Heiniger, die sich neuen Aufgaben zuwenden werden. Gesperrt war Jozef Toth nach seiner Roten Karte im letzten Spiel gegen Horgen. Mit dabei war aber Luca Mühlemann, der wegen eines angeblichen Schlags an den Kopf eines Gegners vom Feld gestellt wurde. Weil aber auf dem Matchvideo nichts von einem Schlag zu sehen war, wie er im Schiedsrichterraport stand, legte die SG Solothurn/Grauholz Rekurs ein. Bleibt zu hoffen, dass dieser Rekurs gutgeheissen wird, denn der wuchtige Kreisläufer könnte in den letzten beiden Spielen den Unterschied ausmachen.

Dann ging es los mit einem intensiven, spannenden Fight um jeden Ball, in dem nicht viel vom grossen Unterschied in der Tabelle zu erkennen war. Die favorisierten Aargauer legten zwar immer wieder ein paar Tore vor, doch die Solothurner konnten immer wieder nachziehen. Die Manndeckung von Oliver Zimmermann auf den Aargauer Spielmacher Patrick Romann war durchaus wirkungsvoll. Alle Solothurner zeigten eine gute Leistung, es gab keinen Mannschaftsteil zu kritisieren und kein Spieler fiel ab. Auch die Disziplin war diesmal sehr gut, aber irgendwie war eben der Gegner individuell doch etwas besser besetzt. Und immer dann, wenn der Solothurner Ausgleich greifbar schien, wie in der 52. Minute beim 21:23 oder kurz vor Schluss beim 23:25, verfügten die Aargauer über das Potenzial, um noch einmal einen Zacken zuzulegen und nichts anbrennen zu lassen. «Ich bin mit der Leistung trotzdem zufrieden», zog Trainer Zsolt Toth am Ende Bilanz, «wenn wir mehr Glück gehabt und bei den Gegenstössen das eine oder andere Tor mehr erzielt hätten, dann wäre sogar ein knapper Sieg möglich gewesen.»

Nicht jeder Rappen, sondern jeder Punkt zählt. So heisst nun das Motto der SG Solothurn/Grauholz für die beiden letzten Spiele im Kampf gegen den Abstieg aus der Nationalliga B, denn der 10. Rang täuscht gewaltig. Die letzten fünf Mannschaften sind nur durch einen Punkt getrennt und zwei davon müssen in den sauren Apfel beissen. Nachdem es gegen Suhr-Aarau trotz guter Leistung nicht ganz gereicht hat, bleiben noch die beiden Auswärtsspiele gegen Endingen und Yellow Winterthur. Da es bei diesen beiden Teams um nichts mehr geht, können die Solothurner den Ligaerhalt mit grossem Willen und mit viel Einsatz noch aus eigener Kraft erzwingen.