Wenn im Basketball zwei Mannschaften punktgleich zu einem Verfolgerduell antreten, dann darf normalerweise ein spannender Kampf erwartet werden. Doch am Dienstagabend wirbelte im Meisterschaftsspiel der 1. Liga nur der CVJM Birsfelden, der BC Solothurn enttäuschte. Mit 64:85 sah das Schlussresultat entsprechend aus.

Inspriation und Kampfgeist fehlte

«Es fehlte die Inspiration und der Kampfgeist», gab am Ende Spielmacher Nicolas Kofmel zu, ohne wirklich eine Erklärung dafür zu haben. «Wir waren lethargisch. Dabei kommen wir aus einer Serie von vier Siegen und eigentlich läuft es gut. Aber heute war ganz einfach nicht unser Tag.»

Birsfeldens Mangold wirbelte

Ganz anders sah es bei Birsfelden aus. Da wirbelte Spielmacher Marco Mangold, dass es eine wahre Freude war, ihm zuzuschauen. Mangold ist nicht sehr gross und auch nicht besonders kräftig, aber seine Technik ist geschmeidig und seine Würfe wie aus dem Lehrbuch.

Solothurn verschläft schon den Start

Nach 6 Minuten lag Solothurn 0:9 zurück, und wenn Birsfelden ein wenig präziser geworfen hätte, wäre ein doppelt so hohes Zwischenresultat möglich gewesen. Am müden Eindruck, den die Solothurner machten, änderte auch ihr erstes Timeout nichts. Selbst Freiwürfe wurden nicht verwertet. So stand es zur Halbzeit 28:45.

Michael Polite sehnlichst vermisst

Während auf der einen Seite Solothurn die inspirierten Pässe fehlten, standen auf der anderen Seite bei den Baselbietern die grösseren Spieler unter dem Korb, was ihnen erlaubte, drei Viertel der Rebounds zu erobern. Da fehlte beim BCS Michael Polite, der alleine durch seine physische Präsenz unter dem Korb für etwas mehr Ordnung gesorgt hätte. Aber Polite weilt derzeit im Ausland. «Umso wichtiger wäre es gewesen, wenn wir aggressiv gespielt hätten», analysierte Kofmel, «aber wir haben heute nur zugeschaut und den Gegner spielen gelassen.

Ein Coach hätte vielleicht genützt

Das Coaching – oder das Fehlen eines solchen – tat ein weiteres dazu. Bei Birsfelden griff Pascal Donati immer wieder wortgewaltig korrigierend ein, wenn seine Mannschaft nicht so auftrat, wie er es befohlen hatte – oder wenn der Schiedsrichter nicht so pfiff, wie er es wollte. Auf der Solothurner Bank fehlte dagegen ein Trainer. «Heute war das sicher ein Nachteil», analysierte Spielertrainer Kofmel die Situation, «wenn es gut läuft, dann weiss jeder, was er zu tun hat. Ein Coach hätte vielleicht nach dem schwachen Start noch etwas korrigieren können.»