1. Liga
Solothurn setzt gegen den Nachwuchs des FC Basel ein Ausrufezeichen

«Wir wollten ein markantes Zeichen setzen und zeigen, dass wir nicht nur defensiv spielen können», erklärt Trainer Roland Hasler. Dank einem verdienten 3:1 Erfolg gegen den Nachwuchs des FC Basel bleibt der FC Solothurn weiter in der Spitzengruppe.

Pius Rüegger
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Paulo Vogt (links) sieht seinen Abschluss vom Basler Torhüter entschärft.

Paulo Vogt (links) sieht seinen Abschluss vom Basler Torhüter entschärft.

Marcel Bieri

Mit einem Blitzstart und einer Grosschance von Patrick Hasler in der ersten Spielminute gaben die Solothurner zu verstehen, wie sie die Niederlage in der Nachspielzeit bei Zürichs U21 beantworten wollten. «Wir wollten ein markantes Zeichen setzen und zeigen, dass wir nicht nur defensiv spielen können», erklärte FCS-Trainer Roland Hasler. Diese Ansage wirkte fürs Team befruchtend. Sie löste hohes Tempo, viel Bewegung und engagiert geführte Zweikämpfe aus. Basels Nachwuchs versuchte sein Glück mit einem unerbittlichen Forechecking.

Die zwangsläufig umformierte FCS-Defensivabteilung – neben Lopes und Baeriswyl fiel auch Munoz verletzt aus und Meier fehlte wegen Prüfungen – war ihrer Aufgabe gewachsen. Makuka – erstmals als Aussenverteidiger – sowie Redzepi, Martin und Du Buisson – nach einer Aufbauphase bei den A-Junioren – integrierten sich nahtlos. Konzentration, rigoroser Einsatz und Leidenschaft unterstützten den hohen Rhythmus.

Hasler bringt Solothurn in Führung

Die Solothurner Offensivspieler sahen in der 20. Minute einen zweiten Versuch von Vogt zu Patrick Hasler durch Aliji mit der Abwehr zum zweiten Eckball verhindert. Auf der Gegenseite rettete Liloia bei einem gefährlichen Konter des Nordkoreaners Pak (23.) und Molina lenkte einen Aliji-Distanzschuss zur Ecke (24.). In der 35. Minute ging der FC Solothurn in Führung. Nach einem Zusammenprall blieben Vogt und Nimeley liegen, ohne dass der Schiedsrichter eine Regelwidrigkeit erkannte. Der Ball kam auf die rechte Seite, wo Danny Hasler sofort reagierte und den an der Fünfmeterlinie stehenden FCB-Hüter Salvi clever zum 1:0 erwischte.

Ihren aggressiven Auftritt setzten die Einheimischen auch nach dem Seitenwechsel fort. Mit einer «Granate» erhöhte Vogt aus 20 Metern zum 2:0 (50.). «Heute hatte es in unserem Spiel alles drin, was wir uns vorgestellt haben. Es war eine kollektiv starke Leistung mit Spielwitz», freute sich Hasler.

Eine hochklassige Partie

Basels U21 erhöhte den Druck, blieb aber zu unpräzis. Und sie benötigten ein Eigentor von Liloia nach ihrem achten Eckball, um den Anschlusstreffer (74.) zu erzielen. Dieser Schönheitsfehler zeitigte bei der Stadionelf keine Verunsicherung. Vielmehr sicherte Steffen seinem Team mit einem Distanzschuss von der rechten Seite via linkem Pfosten zum 3:1 den verdienten Sieg (80.) in einer animierten und für 1.-Liga-Verhältnisse hochklassigen Partie.