Tennis
Solothurn schockt den Favoriten aus Genf

Dank eines 5:4-Erfolgs in der ersten Runde im NLA-Interclub dürfen die Ambassadoren von der Finalrunde träumen. Der Schlüssel war die makellose Bilanz in den Doppel: Alle drei Begegnungen entschieden die Gastgeber für sich.

Carla Stampfli
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Simon Greul und Co. zeigen die Siegerpose.

Simon Greul und Co. zeigen die Siegerpose.

Keystone

Was zum Interclub-Auftakt am Solothurner Herrenweg 58 geboten wurde, liess nicht nur die Herzen der Tennisfreunde schneller schlagen: Die Ambassadoren um Coach und Klub-Präsident Hugo Derendinger sicherten sich zwei Einzelspiele und gewannen alle drei Doppel souverän - der Start konnte kaum besser sein.

«Auch wenn uns in den Einzel teilweise das Glück fehlte, sind wir sind sehr zufrieden. Denn Genf ist als Team für die Finalrunde schon fast gesetzt» freut sich Coach Derendinger und fügt an «uns ist es gelungen bestes Tennis zu bieten.»

Nicht weniger als drei Stunden lieferten sich der Neuzugang der Solothurner, Simon Greul (N1/3), und die Nummer zwei der Genfer, Stéphane Robert (N1/3), eine hart umkämpfte Partie. Immer wieder forderten sich der 32-jährige Greul - einst die Nummer 55 der Welt - und Robert in drei Sätzen und ebenso vielen Tiebreaks heraus.

Doch der 33-jährige Franzose Robert, der 2010 im ATP-Turnier in Johannesburg im Final stand, verwertete nach langen und schnellen Ballwechseln mit einem Ass das Match.

Auf und Ab in den Einzel

Auf dem Platz nebenan standen sich Solothurns Johannes Ager (N1/8) und Adrien Bossel (N1/9) gegenüber. Der 29-jährige Österreicher, der bereits das sechste Jahr für den TCS spielt, siegte mit 6:3 und 6:3 souverän und sicherte sich den ersten Punkt für die Ambassadoren.

«Das war ein super Match zum Saison-Auftakt. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung», sagte Ager nach der Partie. Martin Vacek (N2/15), der wie Greul neu für Solothurn spielt, machte es seinem Teamkollegen nach: Der Tscheche siegte gegen den 25-jährigen Yannick Thomet (N2/13) mit 3:6, 6:2 und 6:4.

Weniger erfolgreich verliefen die Partien für die Nummer drei der Solothurner, Roman Vögeli (N1/6), und der Nummer sechs, Mathieu Guenat (N2/16). Beide unterlagen mit 2:6, 1:6 sowie 1:6 und 6:7. Der Italiener Matteo Viola (N1/3), der ebenfalls neu zur TCS-Equipe gehört, unterlag seinem Landsmann Paolo Lorenzi (ATP 70) in einem knapp dreistündigen und fesselnden Spiel 6:7, 6:4 und 3:6.

Nach den Einzelpartien hatte das favorisierte Genf die Nase vorn. Dann schlugen die Solothurner zurück: Zuerst fegte das Duo Ager/Vacek die Genfer Bossel/Thomet mit 6:4 und 6:2 vom Platz, dann zogen der Italiener Viola und Simon Greul mit 1:6, 6:4 und 10:7 nach.

Als krönender Abschluss siegte auch das Duo Vögeli/Guenat im Champions-Tiebreak gegen Lorenzi/Bossel und sicherten ihrem Team den fünften Punkt zum Sieg. «Dass wir gleich alle drei Doppel gewinnen konnten, das war wirklich eine Sensation», freut sich Yves Derendinger, der Mannschaftsbetreuer des TCS, und fügt an: «Jetzt müssen sich die Spieler bis zum nächsten Match gegen GC schnellstmöglich erholen».

Nun gegen Rekordmeister GC

Am Donnerstag steht bereits der besagter zweiter Spieltag auf dem Programm, die Solothurner treten in Zürich mit vier Punkten Vorsprung gegen den Rekordmeister an. Dass nun nicht nur der Ligaerhalt, sondern gar die Finalrunde möglich ist, das hat der TCS mit den Top-Leistungen gezeigt.