Wieder trugen vier verschiedene Torschützen – Bisevac, Hunziker, Veronica und Sandmeier – zu diesem stolzen Ergebnis bei. Diese Breite spricht für die Qualität der Ambassadoren. Nicht zu unterschätzen ist ihre solide, auf ein klares Konzept ausgerichtete Defensivarbeit.

Penaltyführung nach Tätlichkeit

Beide Seiten zeigten an, dass sie bereit waren, das Heft in die Hand zu nehmen. Der erste Angriff der Gäste hatte es in sich. Nach einer sauberen Kombination über mehrere Stationen fiel Hunziker nach Zuspiel Arifis im Delsberg-Strafraum im Zweikampf um (9.). Der am Boden liegende Solothurner wurde von Varsovie mit Fusstritten bedacht. Auf Intervention von Linienrichter Jasmin Hasankovic und einer Besprechung mit Schiedsrichterin Michèle Schmölzer zeigte diese dem Sünder für diese Tätlichkeit die Rote Karte und gab Elfmeter.

Diesen verwertete Bisevac via linken Torpfosten zur Gäste-Führung. «Glücklicherweise hat dies der Schiedsrichterassistent gesehen», sagte Skrzypczak. Solothurn wollte anschliessend Nägel mit Köpfen machen. Arifi spielte in der 24. Minute Hunziker an. Dieser umlief Torhüter Fankhauser und schloss seitlich erfolgreich ab: 0:2. «Wir haben gewusst, dass sie dank ihren Qualitäten auch Unterzahl gefährlich sein, deshalb haben wir es gut gemacht, weil wir geduldig blieben und unsere Torchancen suchten», hielt Skrzypczak fest.

Sandmeiers Torpremière

Aufgekommen sind die Platzherren um die erste Spielstunde, weil die Besucher sich etwas zurück nahmen und den Rhythmus drosselten. Jeffrey Grosjean hatte gegen Germann abzuwehren – regelwidrig. Der Solothurner Schlussmann sah Gelb und dem Platzklub wurde ein Elfmeter zugesprochen (62.). Diesen verschoss Dionys Stadelmann: der Ball flog hoch übers Gästetor (63.). Nach diesem Warnschuss erhöhten die Deutschschweizer wieder die Kadenz. Nur drei Minuten später netzte Veronica nach Vorarbeit Stauffers zum 0:3 ein.

Gegen die unwiderstehlichen Gäste fanden die Welschen weder Mittel noch Raum, um sich durchzusetzen. Vielmehr erhöhten die Solothurner auf 0:4. Dieser Treffer – zum dritten Mal auf Zuspiel des spielfreudigen Arifi – wurde zur Torpremiere für den Magglinger Sportstudenten im rotweissen Dress. «Wir waren clever und bei uns passte alles zusammen», freute sich Skrzypczak über diesen erneuten Coup.  Anschliessend kontrollierte der Gruppe 2-Leader die Schlussphase souverän.