Fussball
Solothurn schlägt im Nachbarschaftsderby dank Chattons Doublette innert vier Minuten Langenthal 2:0

Nach Startschwierigkeiten setzt sich der FC Solothurn im Nachbarschaftsderby gegen Langenthal doch noch souverän 2:0 durch. Für die beiden Treffer war Chatton besorgt.

Pius Rüegger
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Der FC Solothurn präsentiert sich in dieser Saison sehr gut

Der FC Solothurn präsentiert sich in dieser Saison sehr gut

Jürg Naegeli

Solothurn behielt mit diesem 2:0-Sieg über Langenthal als einziges Team in der Gruppe 2 in der vierten Runde die weisse Weste und ist nun alleiniger Tabellenführer mit zwölf Punkten. Co-Leader Luzern II büsste zu Hause beim 4:4 gegen Delsberg zwei Punkte ein. Doch dieser Sieg fiel der Truppe von Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak nicht in den Schoss. Es brauchte eine Stunde Anlaufzeit, bis der erste Treffer fiel.

Ein Eckball und ein Konter

Zuerst war es in der 62. Minute ein Foul an Anderegg in der Nähe der linken Cornerflagge. Aus diesem Freistoss resultierte der zweite Eckball, den Veronica auf den Kopf von Chatton in die Mitte platzierte: 1:0 (63.). Zwei Minuten später kam der Aufsteiger zu seinem einzigen Eckball. Beim anschliessenden Konter stürmte Veronica alleine auf Marinkovic zu. Bei dessen Abwehraktion kam der Solothurner rechte Aussenläufer zu Fall. Schiedsrichter Hürlimann zeigte sofort auf den Punkt und dem Gästehüter die gelbe Karte.

„Der Schiedsrichter hat so entschieden und ich kommentiere das nicht“, entgegnete Skrzypczak auf den Einwand der Gäste, es sei eine Schwalbe gewesen. Dieser Doppelschlag in vier Minuten blieb als definitive Entscheidung stehen. „Wir konnten diese beiden Tore im richtigen Zeitpunkt machen“, bemerkte Skrzypczak. In dieser Phase konnten die Einheimischen Schwierigkeiten im Aufbau mit Ballverlusten nicht verbergen. Umso mehr spricht es für sie, auch in Schwächeperioden die Zielvorgabe nicht aus den Augen zu verlieren.

Vergebene Torchancen

An Torchancen mangelte es in der ersten Hälfte nicht. „In der ersten Halbzeit hatten wir drei sehr gute Chancen und haben diese nicht ausgenützt, damit haben wir den Gegner aufgebaut“, stellte der Pole an Solothurns Seitenlinie klar. Zweimal Chatton ­­– zuerst rechts verpasst nach einem Kopfball (17.), dann abgelenkt im Drehen von Marinkovic (39.) – und Schrittwieser, dessen Weiterleitung der Kohler-Hereingabe nur knapp am linken Torpfosten vorbei flitzte (41.), hatten die Führung vor Augen. „Auf Grund dieser Chancen ist unser Sieg nicht unverdient“, gab Skrzypczak zu Protokoll.

Zu Null zum Dritten

Die Einheimischen traten als die stabilere Mannschaft auf, die mit ihrer Spielanlage und dem vorgelegten Tempo optisch im Vorteil war. Zudem hielt auch die Defensive dicht, die sich in der Startphase zuerst an die Umstellungen gewöhnen musste: Du Buisson fehlte studienhalber und Waylon Grosjean blieb vorerst draussen. Für sie agierten Hasanovic in der Innenverteidigung und Youngster Henzi als linker Aussenverteidiger bei seinem Startelf-Debüt. „Wir wussten es, dass es dadurch anders wird, aber es haben andere ihre Chance bekommen“, war für Skrzypczak wichtig, zum dritten Mal zu Null gespielt zu haben. In Gefahr geriet Jeffrey Grosjean nie, obwohl die Besucher bis zuletzt auf den Ehrentreffer ausgingen.

Telegramm

Solothurn-Langenthal 2:0 (0:0)

Stadion.- 350 Zuschauer.- SR: Hürlimann.­­ – Tore: 63. Chatton 1:0, 67. Chatton 2:0 (Foulpenalty).

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Hasanovic, Anderegg, Henzi (62. Waylon Grosjean); Koch (78. Sandmeier); Schrittwieser (62. Bisevac), Hunziker, Stauffer, Veronica; Chatton.

Langenthal: Marinkovic; Pfister, Heuscher, Zimmermann , Isch; Wolfinger (78. Abbatiello); Scheidegger (70. Selmani), Binaku, Kunz, Gemperle; Andrini (85. Morinaj).

Bemerkungen: Solothurn ohne Du Buisson (Anlass mit Uni Bern), Arifi (Aufbautraining) und Bleuler (nicht im Aufgebot). ­ Langenthal ohne Moser, Romano, Jasari (alle verletzt), Harambasic und Duah (beide anderes Team). – Verwarnungen: 31. Kunz (Foul), 64. Chatton (Trikot ausgezogen), 66. Marinkovic, 88. Gemperle und 91. Anderegg (alle Foul).

Lesen Sie den Spielverlauf im Liveticker-Protokoll nach: