Das hat es in der Geschichte des Basketballclubs Solothurn noch nie gegeben: Am Dienstagabend, 20.15 Uhr, trifft der Erstligist erstmals seit der Vereinsgründung im Jahr 1992 auf ein Nationalliga-A-Team. Die Solothurner empfangen im CIS-Sportcenter jedoch nicht irgendeine Mannschaft, sondern den fünfzehnfachen Schweizer Meister, siebzehnfachen Vize-Meister sowie sechsfachen Cupsieger Fribourg Olympic.

«Wir spielen, um zu gewinnen, gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass wir keine grossen Chancen haben werden. Es wird nicht einfach», sagt der Spielertrainer des BC Solothurn, Nicolas Kofmel. Keine Ehrfurcht zu haben und gleichzeitig eine angriffige Haltung auf dem Platz zu zeigen, sei eine der grossen Herausforderungen im heutigen Sechzehntelfinal des Schweizer Cups.

Physis erschwert Überraschung

Ein weiterer Knackpunkt für den BC Solothurn stellt die körperliche Überlegenheit des Gegners dar: «Im Fussball ist es eher möglich, dass eine Mannschaft für eine Überraschung gut ist», sagt der 30-Jährige. Im Basketball sei aber der physische Unterschied einfach zu gross, um dem höher klassierten Team Paroli bieten zu können.

Die Parade-Formation der Gäste

So stehen beim aktuellen Tabellendritten der NLA mit Edwin Draughan, Ronald Yates und Michael Anderson nicht weniger als drei Zwei-Meter-US-Profis in den Reihen. Die Schweizer Nationalmannschaftsspieler Jonathan Kazadi und Arnaud Cotture – beide nur knapp unter zwei Meter – runden die Freiburger Star-ting-Five ab. Der Spielertrainer des BCS glaubt aber nicht, dass die starken Amerikaner während der ganzen Partie im Einsatz sein werden: «Dafür wird Fribourg wohl einige seiner Nachwuchsspieler einsetzen.»

Ein Ansporn für die Jungen

Dass bei Solothurn sowohl die Jungen als auch die Routiniers zum Zug kommen, war seit dem Meisterschaftsauftakt anfangs Oktober klar: Mit dem Abgang von Michael Polite und Marcus Rothen sind zwei wichtige Teamstützen verloren gegangen – die Lücke wurde mit eigenem Nachwuchs wettgemacht. Trotz des Umbruchs gelang dem BCS mit zwei Siegen und einer Niederlage ein Saisonstart nach Mass. «Man merkt, dass die Stabilität etwas weg ist. Es müssen noch einige Anpassungen gemacht werden», erklärt Kofmel und fügt hinzu: «Das Spiel gegen Fribourg wird die Jungen anspornen, noch besser zu werden.»

Das Solothurner Erfolgsrezept

Nach dem Sieg vom Wochenende im Meisterschaftsspiel gegen Gordola sind die Solothurner für das heutige Cupspiel umso mehr motiviert, dem Druck der Gäste längstmöglich standzuhalten. Sich vom Tempospiel des NLA-Teams nicht stressen lassen, nicht forcieren und vor allem gut verteidigen, lautet die Devise des Erstligisten. Der BCS ist bereit, den mehrfachen Schweizer Meister Fribourg Olympic zu empfangen und dem Heimpublikum bei der Premiere bestes Basketball zu bieten.