Fussball 1. Liga

Solothurn machte zu wenig für einen Sieg: Gegen Buochs reicht es nur für ein Unentschieden

Der Solothurner Altin Osmani kann wieder einmal einen Treffer beisteuern.

Der Solothurner Altin Osmani kann wieder einmal einen Treffer beisteuern.

Solothurn kommt gegen Buochs nicht über ein 1:1 hinaus. Der FCS ging mit einem Führungstreffer in die Pause, wurde dann aber von Buochs eingeholt. Gegen die spielbestimmenden und organisierten Zentralschweizer bekundete das Team von Trainer Dariusz Skrzypczak danach Mühe und konnte am Schluss doch nur einen Punkt einfahren.

Solothurn kam im dritten Heimspiel der Zentralschweizer Triologie gegen Buochs nicht über ein 1:1 hinaus, blieb jedoch nach zwei Siegen trotzdem unbezwungen. Weil Leader Black Stars im Spitzenspiel gegen das drittplatzierte Delsberg mit einem 0:0 ebenso sieglos blieb, verpassten es die Ambassadoren von den Baslern die Tabellenspitze wieder zurück zu erobern.

Die Platzherren zeigten sich im Vergleich zum Mittwoch-Spiel anfangs verbessert. Allerdings hielt die Korrekturwirkung nur eine Halbzeit. Die Rotweissen traten resoluter auf. Sie waren spielbestimmend und verzeichneten deutlich mehr Ballbesitz. «Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden, alles, was wir wollten, konnten wir durchsetzen und in Führung gehen», resümiert Trainer Dariusz "Darek" Skrzypczak.

Osmanis drittes Tor im dritten Spiel

Buochs wirkte gut organisiert, kompakt und ruhig in den Aktionen. Die Nidwaldner zogen sich handorgelartig zurück bei gegnerischem Ballbesitz. Für die Einheimischen wurde es schwierig, die entscheidende Lücke zu finden.

Sie gestatteten dem Kontrahenten mehr Möglichkeiten im Mittelfeld. Nicht überraschend auf einen Standard, ihren sechsten Eckball in der 34. Minute gingen die Solothurner in Führung.

Hunziker trat ihn von links in den Strafraum, wo Koch geschickt zu Osmani nach rechts ableitete. Ohne Umschweife donnerte der 30-Jährige den Ball mit voller Wucht unter die Latte. Der offensive Mittelfeldspieler erzielte in allen drei Spielen dieser Englischen Woche ein Tor!

Ausgleich auch auf einen Standard

Die Siegabsicherung gelang den Gastgebern jedoch nicht. Fünf Minuten später flog Chattons mit viel Drive nach links abgegebener Schuss knapp am Torpfosten vorbei ins Aus. Obwohl die Innerschweizer ebenso wenig wie die Stadion-Elf zu zwingenden klaren Abschlussmöglichkeiten kamen, vermochten sie auszugleichen – ebenfalls auf einen Standard in der 52. Minute.

Lamberts Freistoss von links übernahm Mittelstürmer Gjidoda im Zentrum und knallte ihn direkt unter die Latte. «Dieser Treffer war unnötig, weil er ein Standard war; er tut weh», hält Skrzypczak fest.  Dieses Tor stärkte die Kampfkraft der Gäste. Vergebens versuchten die Einheimischen mit ihren Wechseln neuen Schwung in ihre Angriffe einzubringen.

Sie kamen nicht vom Fleck. Dazu mangelte es zu oft an der Präzision und an der Bewegung. Zudem konnte Buochs-Hüter Zizzi Chattons Nachsetzen nach einer guten Kombination mit abschliessendem Kopfball am Boden wegboxend unschädlich machen (68.).

Umstellungen fruchteten nichts

In der 88. Minute verpasste wieder Chatton eine Schrittwieser-Hereingabe mit dem Kopf. In der letzten Nachspielminute konnte Zizzi einen Freistoss Osmanis mit Mühe zum neunten Eckball klären (96.).

Bei den Ambassadoren passte je länger je weniger zusammen. Die Koordination blieb trotz Umstellungen ungenügend. «Wir wollten neue Impulse geben mit den Wechseln der Flügel, leider hat es nicht gereicht für eine Siegsicherung, wir wollten mehr, nehmen aber diesen Punkt mit», stellt der Pole fest.

Die vier Umbesetzungen von Hunziker zu Riesen (57.) und Veronica zu Schrittwieser (60.), die Ersetzung Kochs durch Asani (70.) wie auch das Vorrücken von Stauffer aus der Innenverteidigung ins offensive Mittelfeld nach der Hereinnahme Müllers für Arifi befruchteten (zu) wenig. (78.)

Fehlende Präzision

«Ich bin selbstkritisch, wir haben in der zweiten Halbzeit zu wenig gemacht um zu gewinnen, es fehlte an der Präzision und die Flanken sind nicht gekommen», bemängelt Solothurns Trainer. Für den Polen ist dieses 1:1 gerecht.

Ballbesitzwechsel ermöglichten es den Nidwaldnern immer wieder, den einheimischen Bestrebungen die Wirkung zu nehmen. Mit der Zeit verflog die Überzeugungskraft, gegen diesen soliden Gast eine positive Resultatänderung zu bewirken.

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