Dank seiner zwei verwerteten stehenden Bälle wurde Fleury zum Matchwinner für Solothurn beim bisher verlustpunktlosen Leader Thun II. Das Resultat kehrte die Zaugg-Truppe zwischen den Minuten  56 und 58. Doch vorerst mussten die Gäste einem Rückstand – ebenfalls aus ruhender Position (27.) – nachrennen. Einzig Zayas’ Ausgleich fiel direkt aus einem Spielzug.

In der 26. Minute konnte FCS-Hüter Jeffrey Grosjean gegen Markovic den Ball nicht behändigen. Mit seinem zweiten Versuch verleitete dieser Waylon Grosjean zu einem Foulspiel mit Penalty und gelber Karte. Das 19-jährige SL-Kadermitglied nahm selbst Anlauf und verwertete selbstsicher. Aus dieser nicht zwingenden Rücklage wollten sich die Besucher nach dem Seitenwechsel befreien.

Der linke Aussenläufer Zayas setzte sich in der 56. Minute gegen Hauswirth durch und dessen Schuss leitete Thun-Hüter Hornung unglücklich über sich selbst ins eigene Tor. Die Ambassadoren setzten nach. Nun über rechts war Veronica an der Reihe. Seinen Lauf konnte Trachsel nur regelwidrig stoppen ­– wieder Strafstoss (58.). Der Gäste-Spezialist für stehende Bälle, Fleury, liess Hornung keine Chance: Solothurn führte 2:1! In der 81. Minute kürte sich der 24-Jährige gar zum Doppeltorschützen – mit einem Freistoss aus 35 Metern. Vordem hinderte Thuns Captain Wenger Bisevac mit einer Notbremse, für die er Rot sah, am weiteren Vordringen.

Fleurys  Vertrauen

„Ich spürte das Vertrauen vom Trainer und Mitspieler und ich habe platziert ins linke Ecke geschossen“, sagte Fleury zum 1:2. „Beim Freistoss vor dem 1:3 habe ich gehört, wie ein Thuner sagte, der zielt in die Torhüterecke, dann habe mich auf den Moment konzentriert und auf die andere, linke Seite gezielt“, wollte sich der Doppeltorschütze eigentlich vor seinen beiden Treffern wegen einer Verletzung an der rechten Wade auswechseln lassen.

Zauggs Motivationsspritze

Für Solothurn-Trainer Hans-Peter „Bidu“ Zaugg war es ein wichtiger Sieg: „Wir wollten uns nicht schon nach vier Spielen distanzieren lassen, nicht nur von Thun“. Für ihn verlief die erste Halbzeit ausgeglichen, tendenziell eher für sein Team. „Der Penalty brachte Unruhe ins Team, deshalb sagte ich der Mannschaft in der Pause, wir können es besser, wenn wir gewinnen wollen“, lautete seine Motivationsspritze. Das Spiel über aussen wurde erfolgreich aktiviert. Die gesteigerte Aggressivität gegen die spielerisch starken Thuner scheiterten jedoch an deren fehlenden Durchschlagskraft. „Der dritte Treffer war eine Zugabe und trug zur Beruhigung bei“, sprach Zaugg von einem verdienten Sieg.

Telegramm:

Thun II - Solothurn 1:3 (1:0)

Stockhorn-Arena. – 250 Zuschauer. – SR: Odiet.­­ – Tore: 27. Markovic 1:0 (Foulpenalty); 56. Zayas 1:1, 58. Fleury 1:2 (Foulpenalty), 81. Fleury 1:3.

Thun II: Hornung; Hauswirth, Righetti, Hischier, Trachsel; Wenger; Wyder (78. Ademi), Bisante (68. Scheller), Tifeki; Markovic, Fuhrer (78. Bühler).

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Disler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Stauffer; Veronica (59. Tan), Fleury (87. Asani), Zayas (65. Hunziker); Chatton, Bisevac.

Bemerkungen: Thun II ohne Taugwalder (krank), Collard, Zaugg, Berchtold, Dzonlagic (alle verletzt), Ribeiro, Ziswiler, Lehmann und Lauper (alle nicht im Aufgebot). Solothurn ohne Nastoski, Dembélé (beide verletzt), Kohler (Militär), Wagner, Schrittwieser, Ferrari, Momoh und Nedzipi (alle anderes Team). ­– Platzverweis: 80. Wenger (Notbremse). – Verwarnungen: 26. Waylon Grosjean, 67. Hauswirth 76. Righetti (alle Foul). – Eck­bälle: 1:6 (1:3).

Den Spielverlauf zum Nachlesen im Liveticker:

Ticker Thun II - Solothurn