TV Solothurn
Solothurn kehrt dank Spielgemeinschaft in NLB zurück

Trotz eines dritten Platzes in der 1.Liga kehrt der TV Solothurn nach 15 Jahren Absenz wieder in die Nationalliga B zurück. Die Solothurner gehen eine Spielgemeinschaft mit B-Ligisten Grauholz ein.

Michael Schenk
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Martin Beer (rechts) vom TVS zeigt an, wo es mit dem Solothurner Handball hingeht: Aufwärts.

Martin Beer (rechts) vom TVS zeigt an, wo es mit dem Solothurner Handball hingeht: Aufwärts.

Marcel Bieri

«Faktisch reden wir hier von einem Rückzug unserer NLB-Mannschaft», räumt Peter Kofel ein. Der Vizepräsident des NLB-Handballligisten Grauholz spricht von einem Zeitrahmen von einem Jahr, ehe aus der Spielgemeinschaft Solothurn/Grauholz der Name Grauholz verschwinden werde. Der TVS hat die 1.-Liga-Saison auf dem 3. Rang abgeschlossen und die Aufstiegsspiele damit knapp verpasst.

Trotzdem steigt der TVS auf – und zwar durch die Bildung einer Spielgemeinschaft mit eben Grauholz. «Es sind ganz klar finanzielle Gründe, die dazu geführt haben, dass wir uns nach Lösungen umgeschaut haben», führt Kofel aus. Auch wenn das Budget mit rund 70000 Franken relativ tief war, ist es für die Berner doch zu viel. Was die grosse Nachwuchs- und Breitensportabteilung angeht, wird Grauholz indes nicht von der Handball-Landkarte verschwinden. «Da geht alles ganz normal weiter», so Kofel. Ein Nationalliga-Team jedoch sei mittelfristig für Grauholz kein Thema mehr.

Endgültig starten

Nachdem die letzte NLB-Runde gestern Samstag gespielt und die winzige, theoretische Chance, dass Grauholz noch hätte absteigen müssen, nicht eingetroffen ist, kann das Projekt NLB-Handball in Solothurn nun endgültig durchstarten. «Wir hoffen, dass wir in der Region mit der Rückkehr in die Nationalliga etwas auslösen und bewegen können», sagt Stefan Blaser, Geschäftsführer des TV Solothurn. Welche Spieler aus dem bisherigen 1.-Liga-Team von Solothurn respektive der NLB-Equipe von Grauholz nächste Saison für die neue SG Solothurn/Grauholz anlässlich der Heimspiele in der zweithöchsten Spielklasse im CIS-Center um Punkte kämpfen werden, ist noch offen. «Das ist Sache des Trainers», hält Blaser fest.

Wer indes dieser erste Übungsleiter der SG Solothurn/Grauholz sein wird, ob der bisherige, renommierte Grauholz-Coach Zlatko Portner oder der bisherige TVS-Coach Zsolt Toth – oder allenfalls gar beide – das sei noch nicht ganz klar, so Blaser. Sicher ist freilich, dass die Verantwortlichen des TV Solothurn, die auch die finanzielle und organisatorische Verantwortung der neuen SG übernehmen, den Trainer bestimmen. Fix ist auch, dass die neue SG Partnerteam des A-Ligisten BSV Bern Muri wird und damit den Status von Grauholz übernimmt.

1.Liga-Spielgemeinschaft wäre möglich

Was das bisherige 1.-Liga-Team des TV Solothurn angeht, «werden wir diese schon aus finanziellen Gründen nicht weiterführen», sagt Blaser. Die denkbare Bildung einer zweiten Spielgemeinschaft zwischen Solothurn und Grauholz auf 1.-Liga-Niveau, mit denjenigen Spielern, die es nicht ins NLB-Team schaffen, kam für die Berner nie wirklich infrage. Kofel: «Die Spieler, die bisher bei uns in der NLB spielten, wollen weiterhin in der Nationalliga spielen.

Ein ‹Abstieg› in die 1. Liga kam eigentlich für keinen infrage.» Denkbar ist daher, dass diejenigen Solothurner, die sich nicht fürs NLB-Team qualifizieren, mit dem HV Langenthal eine 1.-Liga-Spielgemeinschaft bilden werden. Die Oberaargauer haben den Aufstieg heuer knapp verpasst. Szenario zwei könnte eine Spitzen-Zweitligamannschaft vorsehen, gebildet aus ehemaligen Solothurner Erstligisten respektive dem Zweitligisten von der SG Biberist aktiv.

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