Fussball 1. Liga
Solothurn kantert Langenthal verdient mit 5:1 nieder

Mit dem sechsten Sieg in Folge bleibt der FC Solothurn an der 1.-Liga-Spitze dran. Die Mannschaft ist im Spiel gegen Langenthal klar dominierend und kann mit einer starken Leistung überzeugen.

Pius Rüegger
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Solothurns Offensivspieler Massimo Veronica erzielte beim Derbysieg in Langenthal seinen zweiten und dritten Treffer der laufenden Saison.

Solothurns Offensivspieler Massimo Veronica erzielte beim Derbysieg in Langenthal seinen zweiten und dritten Treffer der laufenden Saison.

Markus Müller

Effizienz bildete die Basis zu diesem verdienten 5:1-Auswärtskantersieg des FC Solothurn beim Oberaargauer Rivalen FC Langenthal. Das frühe Tor in der siebten Minute war richtungsweisend. Die Gäste verstanden es dabei, das beim 2:0-Cup-Coup gegen Delsberg erfolgreiche Spielsystem der Berner, das speziell auf deren linken Seite mit dem offensiv ausgerichteten Daniel Mzee viel freien Raum offenbarte, auszuhebeln.

Der Pass von links von der Grundlinie von Sacha Stauffer konnte der rechts frei aufgelaufene Massimo Veronica übernehmen. Daraus entstand ein Abpraller, den Altin Osmani sicher zum 0:1 verwertete. «Langenthal spielte wie gegen Delsberg mit einem 3-5-3-System, und entsprechend haben wir im defensiven Bereich Schritte vorgenommen», erklärte Dariusz Skrzypczak diesen erfolgreichen Einstieg.

Entscheidung vor der Pause

Die hauptsächlich rechtslastigen Angriffe der Platzherren blieben gesamthaft harmlos. Sie konnten die ihnen im Mittelfeld zugestandenen Freiheiten mit mehr Ballbesitz und Verweilen in der Solothurner Hälfte nicht ausnützen.

Die Besucher wirkten kontrolliert, solide und kompakt. Wenn sie nach vorne kamen, war Wirkung in ihren Aktionen. Nach einem Eckball von Hannes Hunziker war Loic Chatton zur Stelle, um beim rechten Pfosten zum 0:2 einzunetzen (19.).

Die Truppe von Trainer Willy Neuenschwander agierte zu ungenau, eigensinniger und defensiv ungeordneter. Sie musste sich dominieren lassen von den Solothurnern. Die in den entscheidenden Situationen abgeklärteren Ambassadoren erzielten kurz vor der Pause ihren dritten Treffer. Shpteim Arifi erkämpfte sich den Ball, spielte links Chatton an, und dessen Hereingabe konnte Veronica aus freiem Lauf verwerten (41.). «Wir zeigten heute gute Ballstafetten und Kombinationen», hielt Skrzypczak fest.

Langenthals Tor des Tages

Die Niederlage Langenthals definitiv besiegelte Innenverteidiger Jessey Hein kurz nach Wiederbeginn. Er holte Veronica einen Meter innerhalb des Strafraums von den Beinen. Mit dem Verwerten des anschliessenden Foulpenaltys avancierte Chatton zum ersten Doppeltorschützen dieser Partie (47.): 0:4.

Die individuell klar besseren Solothurner gaben die Spielkontrolle nicht mehr ab. Das Geschehen schlief bei diesem Torstand ein – bis Veronica seinen zweiten Treffer des Tages realisierte. Halbrechts vorgestossen, konnte er dem Ball den richtigen Drall geben, dass dieser am linken Pfosten ins Tor flog (62.).

Spielen und spielen lassen hiess es fortan. Das hiess, dass auch munter gewechselt wurde. Einer dieser Eingewechselten, Valdimiro Quinjica, nützte seine Chance. Mit einem herrlichen Fallrückzieher schoss der 25-jährige Angolaner nicht nur das schönste Tor des Tages, sondern auch den Ehrentreffer für die Rankmätteler (85.). «Kompliment zu diesem Treffer, ganz im Stil von Ronaldo», zollte ihm «Darek» Skrzypczak seine Anerkennung.

Der Lauf hält an

Richtig gefordert wurden die Solothurner im Oberaargau nicht. Das sah auch ihr Trainer so: «Ich freue mich, dass wir gewonnen haben. Heute hat es Spass gemacht, wir spielen jedoch noch nicht so überzeugend, wie wir es gerne hätten; wir haben unsere Aufgabe erfüllt, aber wir haben noch Reserven.»

Dieser sechste Sieg in Serie zeigt auf, dass es kontinuierlich aufwärtsgeht. Qualität, Selbstvertrauen und Teamwork haben sich erneut verbessert beim FC Solothurn. Dessen nächste Aufgabe heisst BSC Old Boys.

Matchtelegramm

Langenthal – Solothurn 1:5 (0:3)

Rankmatte. – 720 Zuschauer. – SR: Drmic. – Tore: 7. Osmani 0:1. 19. Chatton 0:2. 41. Veronica 0:3. 47. Chatton 0:4 (Foulpenalty). 62. Veronica 0:5. 85. Quinjica 1:5.
Langenthal: Studer; Isch, Zimmermann, Kurmann, Mzee; Moser, Hein (73. Kisa); Scheidegger, Selmani; Bisevac (77. Sherifi), Fekete (65. Quinjica).

Solothurn: J. Grosjean; Kohler, Koch, W. Grosjean, Du Buisson; Arifi; Stauffer (66. Aliu), Osmani (73. Müller); Veronica (73. Schrittwieser), Hunziker (82. Henzi); Chatton.

Bemerkungen: Langenthal ohne Schubert (gesperrt), Schäfer, Wernli, Pfister (alle verletzt), Jasari, Foster (beide krank), Gemperle (Familie). Solothurn ohne Hasanovic (gesperrt), Micelli, Asani (beide verletzt). – Verwarnungen: 59. Selmani, 64. Fekete, 65. Quinjica und 79. Mzee (alle Foul). – Eckbälle 4:3.