Fussball 1. Liga
Solothurn ist trotz Remis gegen Delémont in der Finalrunde

Dank der Schützenhilfe von Absteiger Muri mit seinem 4:2-Sieg über Kantonsrivale Baden spielt Solothurn um den Aufstieg in die Erste Liga Promotion. Das 1:1-Unentschieden genügte den Ambassadoren trotz enttäuschender Leistung.

Pius Rüegger
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Solothurn konnte gegen Delémont nicht überzeugen.

Solothurn konnte gegen Delémont nicht überzeugen.

Remo Frhöhlicher

Weil Münsingen gleichzeitig in Zug 2:1 gewann, überholten die Berner die Zaugg-Truppe. Dadurch fiel diese auf den dritten Schlussrang zurück. Da der beste Gruppensieger Yverdon und der schlechteste Gruppendritte Lancy der gleichen Gruppe 1 angehören, können diese nicht gegeneinander spielen.

Somit trifft Solothurn am Mittwoch ab 20 Uhr im Stadion auf Yverdon. Das Retourspiel wird am Samstag um 17.00 Uhr in der Romandie angepfiffen.

Solothurn ohne Druck

Doch bis es soweit war, musste bei hochsommerlichen Temperaturen gelitten werden. Wie von Trainer Hans-Peter „Bidu“ Zaugg im Vorfeld angesprochen, fehlte es einmal mehr in einem Heimspiel an Souveränität. „Wir konnten zu wenig Druck machen, viele Spieler haben nicht das Normale gemacht“, bemängelte der Fussballlehrer. Das Spiel der Platzherren nahm nie Fahrt auf.

Die Gäste bemerkten das. Unbelastet in ihrem letzten Saisonspiel, hatten sie mehr Ballbesitz und grössere Spielanteile. „Delsberg machte es uns nicht einfach, hat gekämpft und war fussballerisch gut“, anerkannte Zaugg. Die Solothurner konnten ein Mal Gästehüter Joliat zu einer Parade zu zwingen. Der 22-Jährige hatte einen Schuss Stauffers mit Reflex über die Torlatte zum ersten Eckball zu lenken (15.). „Wir waren zu wenig zwingend und kamen zu keinen weiteren Torchancen“, stellte Zaugg fest.

Gästeführung auf Eckball

Die Führung der Westschweizer überraschte nicht. Er kam auf einen Eckball zustande. Dionys Stadelmann führte diesen zum aufgerückten Innenverteidiger Jelassi aus, der seinerseits die bestens postierte Sturmspitze Germann zum Führungstreffer bediente (28.). Die Platzherren agierten zaghaft, zögerlich, riskierten nichts und blieben stumpf. „Wir konnten zu wenig dominant aufspielen“, attestierte Zaugg.

Foulpenalty dank Energieschub

Nach dem Seitenwechsel gingen die Einheimischen energischer ans Werk. Sie drängten auf einen frühen Ausgleich. Hunziker veranlasste mit seinem Speed Walker zu einem Foulspiel. Den Elfmeter versenkte Chatton kraftvoll zum Ausgleich (48.). „Wir hofften weitere Treffer erzwingen zu können“, gab sich Zaugg nicht zufrieden.

Der Einfluss der anderen Spiele

Der weitere Spielverlauf wurde in der Folge durch die anderen Zwischenresultate beeinflusst. Der 3:1-Zwischenstand für Muri gegen das punktgleiche Baden in der 61. Minute mahnte die Stadionelf zur Vorsicht. Die Führung Münsingens in Zug – 0:2 nach 66 Minuten – spielte eine untergeordnete Rolle.

„In den letzten zwanzig Minuten wollten wir auf sichergehen und das Risiko tief halten“, bestätigte Solothurns Trainer. Ab diesem Zeitpunkt stand nur noch das Resultathalten auf Kosten fussballerischer Überzeugungsarbeit im Fokus. Die Qualifikation geriet nicht mehr in Gefahr.

Telegramm

Solothurn – Delémont 1:1 (0:1)

 

Stadion. – 450 Zuschauer. – SR Hajdarevic. – Tore: 28. Germann 0:1; 48. Chatton 1:1 (Foulpenalty).

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Anderegg, Waylon Grosjean, Du Buisson; Schrittwieser, Fleury, Stauffer, Hunziker, Chatton; Bisevac (66. Veronica).

Delémont: Joliat; Frund (71. Evan Stadelmann), Jelassi, Rossé, Villemin; Budimir; Kalkan (61. Erard), Walker, Rodrigues, Dionys Stadelmann; Germann.

Bemerkungen: So­lo­thurn ohne Nastoski (gesperrt), Disler (Familie), Dembélé (verletzt) und Russo (Junioren). Delémont ohne Mast, Berberat (beide verletzt), Zola, Briant, Lovis und Meige (alle andere Mannschaft). – 25. und 66. Trinkpausen. – 87. Dionys Stadelmann Aussenpfosten. – Verwarnungen: 31. Fleury, 35. Frund, 45. Hunziker, 72. Evan Stadelmann (alle Foul). – Eckbälle: 7:2 (1:2).

Lesen Sie den Spielverlauf im Liveticker nach: