1. Liga Promotion
Solothurn in der Finalrunde gegen Münsingen!

Auch im Heimspiel in Solothurn setzte sich der FCS gegen Lancy mit 4:2 durch. Nun stehen die Solothurner verdient in der Finalrunde. Der Gegner wird ausgerechnet der hartnäckige FC Münsingen sein.

Pius Rüegger
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Der FC Solothurn gegen Lancy FC mit 4:2 durch.

Der FC Solothurn gegen Lancy FC mit 4:2 durch.

michelluethi.ch

Solothurn hat die hervorragende Ausgangslage nach dem 2:0-Auswärtssieg in Lancy genutzt. Mit dem 4:2-Erfolg im Rückspiel und dem klaren Gesamtskore von 6:2 steht die Truppe von Dariusz „Darek“ Skrzypczak verdient in der Finalrunde.

Im Ausstich für einen Promotion-League-Platz treffen die Rotweissen ausgerechnet auf den hartnäckigen Gruppenrivalen Münsingen! Das Hinspiel wird am kommenden Mittwoch im heimischen Stadion um 20 Uhr angepfiffen; das Rückspiel im Aaretal am folgenden Samstag. „Wir haben das Ziel erreicht in einem interessanten Spiel mit vielen Toren und in einer tollen Ambiance“, freut sich Solothurns polnischer Trainer für seine Mannschaft.

Stauffers Führung trotz Gästedruck

Es war zu erwarten, dass Lancy sich revanchieren wollte. Kompromisslos gingen die Genfer wieder mit geballter Kraft nach vorne. Sie setzten die Solothurner stark unter Druck und suchten den direkten Abschluss für ein frühes Tor. Die Stadion-Elf war darauf vorbereitet. Dieser Bedrängnis entkam sie dank mentaler Stärke und Übersicht.

Chatton spielte halblinks Stauffer an. Der Stossstürmer setzte sich gegen Ribeiro durch und überlistete Lancy-Hüter Dénérvaud links gefühlvoll zur Führung (10.). „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, stellt Skrzypczak fest. Doch die Westschweizer reagierten. Nur zwei Minuten später wurde Qarri in der Mitte angespielt. Der linke Aussenläufer drosch den Ball über Jeffrey Grosjean aus kurzer Distanz unter die Querlatte zum Ausgleich.

„Dieser Ausgleich kam zu schnell und wir verloren etwas den Faden“, konstatiert der FCS-Trainer. Lancy stellte sich der Herausforderung. Die Besucher setzten auf ihre Schnelligkeit und technischen Fähigkeiten. „Wir sind froh, gegen einen so starken Gegner in Bezug auf das Spielerische und Tempo gewonnen zu haben“, bilanziert Skrzypczak.

Schrittwieser nach 25 Sekunden

Die Erkenntnisse der ersten Hälfte führten zur ersten Auswechslung. Schrittwieser kam für Veronica. Diese Massnahme wirkte sich 25 Sekunden nach Wiederbeginn aus! Arifi zog links weg und flankte nach rechts. Ungehindert lief Schrittwieser in den Lancy-Strafraum und liess Dénérvaud keine Chance zur erneuten Führung (46.).

„Unser taktischer Wechsel zahlte sich aus und machte uns mit diesem 2:1 das Leben leichter“, sagt Skrzypczak. Nach dem optischen Übergewicht der Romands der ersten Halbzeit, gaben nun die Ambassadoren den Ton an. „Die zweite Hälfte ist verlaufen wie wir es uns vorgestellt haben und Lancy als offensive Mannschaft hinten nicht so kompakt war“, erklärt Solothurns Teamchef.

Chattons Doublette, Arifis dreimal als Passgeber

Die Konsequenz waren zwei Chatton-Tore. Nach einem abgewehrten Solothurner Angriff, eroberte Arifi den Ball zurück. Das Streitobjekt kam zu Chatton, der sich gegen einen Genfer durchsetzte und seine Skorerqualitäten mit dem 3:1 unterstrich (60.). Eine knappe Viertelstunde später lief Arifi von der Mittellinie los, leitete zu Schrittwieser nach links.

Dessen Hereingabe drückte Chatton trotz Gegenwehr zu seinem zweiten Tor des Tages zum 4:1 über die Linie (74.). Damit war die Entscheidung gefallen. Dass für Lancy Qarri ebenfalls zum Doppeltorschützen wurde, ist auf ein Solothurner Nachlassen nach intensivem Kampf auf beeindruckendem Niveau zurück zu führen (82.).

Matchtelegramm

Solothurn - Lancy 4:2 (1:1)

Stadion. – 1200 Zu­schauer. – SR: Rosset. – Tore: 10. Stauffer 1:0, 12. Qarri 1:1; 46. Schrittwieser 2:1, 60. Chatton, 74. Chatton 4:1, 82. Poceiro 4:2.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Hasanovic (59. Müller), Anderegg, Du Buisson; Koch, Arifi; Veronica (46. Schrittwieser), Hunziker; Stauffer; Chatton (75. Bisevac).

Lancy: Dénérvaud; Palermo, Ribeiro, Infante (28. Bleve), Kaya; Haliti, Pais; Correia (56. Pasche), Torres (75. Poceiro), Qarri; Nsila.

Bemerkungen: So­lo­thurn ohne Waylon Grosjan (gesperrt), Micelli und Bleuler (beide verletzt). Lancy ohne Vuzi, Barroso, N’Diaye (alle gesperrt), Luisoni, Pedretti, Aiachi (alle verletzt) und Ravet (abwesend). – 26. Infante mit Zerrung ausgeschieden. – Ver­war­nun­gen: 33. Koch (Foul), 36. Nsilu und Hasanovic (beide Unsportlichkeit), 50. Stauffer, 55. Palermo (beide Foul), 75. Hunziker (Reklamieren). – Eckbälle: 4:8 (2:7).