Im Duell der Kellerkinder musste das vorletzte Solothurn gegen Schlusslicht Thun U21 eine bittere Niederlage einstecken. «Ich bin massiv enttäuscht», so die erste Reaktion von FCS-Trainer Patrik Grolimund. Gegen die Oberländer hatten die Ambassadoren drei Punkte eingeplant. Die Rechnung, kein Gegentor einzukassieren, ist nicht aufgegangen. «Wir standen in einer Szene nicht gut und sie haben es ausgenützt», sagt Grolimund.

In dieser 51. Minute standen zwei Thuner im Solothurner Strafraum frei: Frey konnte einen Rückpass übernehmen und den Siegtreffer landen. FCS-Hüter Trittibach war am Ball, konnte ihn aber nicht gänzlich ablenken. «Dieses Tor ist völlig unnötig, dabei haben wir in den Trainings dieses Doppeln und gegenseitig Unterstützen mehrmals geübt», ereifert sich der Solothurner Teamchef. «Wir müssen dies nächste Woche kritisch ansehen», fügt er an.

Zweite nagende Szene

Damit ist der Start mit zwei Niederlagen in die Rückrunde missglückt. «Wir dürfen ein, zwei Tage hässig sein, dann müssen wir aufstehen und vorwärts schauen», will Grolimund dagegen halten. An einer zweiten Szene nagt der einheimische Trainer ebenfalls.

In der 26. Minute wird Oezdemir im Thuner Strafraum von Zanni zu Fall gebracht – kein Penalty. «Ich hadere mit den Schiedsrichtern, denn das ist nicht das erste Mal, dass so gegen uns entschieden wird. Diese Entscheide beeinflussen das Spiel und führen es in eine andere Richtung», sagt Grolimund.

Keine Torgefahr

Nach der 2:6-Klatsche bei den Black Stars war klar, dass die Platzherren kein defensives Risiko eingehen wollten. Zu ihrer Sicherheit wollten die Gastgeber gelangen, indem sie konstruktiv den Ball in den eigenen Reihen hielten. Das hatte zur Folge, dass beidseits weder Spielfluss noch Torgefahr aufgebaut werden konnten. Dabei blieb es auch nach dem 0:1. «Schade konnten wir nicht auf dieses Tor reagieren», sagte Grolimund.

Eine entschlossene Korrektur blieb aus. Die Offensivkräfte verstanden es nicht, sich Freiräume zu erlaufen und sich vom Gegner zu lösen. Immer wieder war ein Thuner da, um den Ball weg zu spitzeln. Ordnung und Übersicht fehlten. Aus dem Mittelfeld kamen keine lenkenden und koordinierenden Impulse. Gegen diesen blassen wie harmlosen Thun-Nachwuchs konnte niemand die Leaderrolle übernehmen. Daran konnten auch die Einwechslungen nichts ändern.