Handball
Solothurn/Grauholz siegt und macht die Niederlage gegen Biel wieder gut

Die Solothurner kommen gegen Siggenthal/Vom Stein zu einem 18:16 und sammelt wichtige Punkte im Abstiegskampf der NLB. Damit ist dem Team nach einer Trainerrochade die Rehabilitation vom Biel-Spiel geglückt.

Olivier Winistörfer
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Solothurns Martin Beer (Mitte) im Kampf um den Ball gegen Siggenthals Martin Rumpf (links) und Pascal Moser (rechts).

Solothurns Martin Beer (Mitte) im Kampf um den Ball gegen Siggenthals Martin Rumpf (links) und Pascal Moser (rechts).

Marcel Bieri

Punkte mussten her bei den Solothurner Handballern gestern gegen Siggenthal/Vom Stein. Nach der bitteren 20:21-Niederlage im NLB-Keller-Derby gegen Biel, wollten die Solothurner wieder einen Sieg einfahren und die rote Laterne abgeben. Der Impuls dafür sollte auch die Trainerrochade bringen: Der vorherige Assistenztrainer Zsolt Toth und Zlatko Portner, welcher das Team vorher leitete, tauschten die Positionen.

Schwacher Start

Die Solothurner erwischten aber keinen guten Start. Die Offensive agierte viel zu harmlos und musste sich mit Weitschüssen begnügen, welche vom Torhüter der Aargauer leicht abgewehrt wurden. «Wir bewiesen in dieser Phase nicht genug Geduld und schossen zu oft aus schlechteren Positionen», meinte Oliver Räz, der Solothurner Toptorschütze des Spiels mit acht Treffern. So gerieten die Gastgeber bis zur zehnten Minute mit 0:5 in Rückstand und konnten weder eine zweiminütige Überzahl noch einen Siebenmeter von Sandro Sieber nutzen.

Betriebstemperatur nach wenigen Minuten

Als aber der Ball in der elften Minute endlich den Weg ins Tor der Aargauer fand, schien die Tormaschinerie der Solothurner endlich auf Betriebstemperatur zu kommen. Während die Verteidigung und der stark auftrumpfende Jan Tatarinoff im Tor die gegnerischen Angriffe neutralisierten, konnte die eigene Offensive durch schnelle Gegenzüge Siggenthal/Vom Stein immer wieder aushebeln und vor dem Tor reüssieren. Bei der Aufholjagd der Gastgeber zeichnete sich vor allem Räz immer wieder durch schöne Tore aus und verkürzte den Abstand kontinuierlich. Kurz vor der Pause ging Solothurn/Grauholz sogar erstmals mit 10:9 in Führung, wiederum durch Oliver Räz.

Drei-Tore-Vorsprung nach der Pause

Nach der Pause kamen beide Teams zu Grosschancen. Solothurn wirkte nun kaltblütiger vor dem Tor und konnte sich durch die starke Performance von Räz und Zimmermann in der Offensive einen Drei-Tore-Vorsprung herausarbeiten. Zehn Minuten vor Spielschluss musste das Team von Szolt Toth jedoch einen Schock verdauen: Alain Blaser blieb nach einer harten Attacke liegen und musste wegen einer Verletzung am Knie vom Spielfeld gebracht werden.

Hitzige Schlussphase

Die Gemüter waren nun erhitzt: Auf beiden Seiten wurde das Spiel rauer und der aufkommende Unmut wurde am Schiedsrichterpaar ausgelassen. Die Solothurner behielten aber in der Schlussphase die Nerven und brachten den wichtigen Sieg über die Runden. Trainer Toth sah die Trainerrochade im Team nicht als Grund für den Sieg, wie er abschloss: «Diesen Sieg hat die Mannschaft geholt. Ob dieser interne Wechsel weitere Folgen hat, kann man erst in drei Spielen sagen.»

Nächstes Spiel am Mittwoch

Nun warten noch fünf Spiele auf die Solothurner, um den Ligaerhalt sicherzustellen. Der nächste Schritt weg vom Tabellenende kann schon am nächsten Mittwoch zu Hause gegen Möhlin gemacht werden.

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