Den Beginn prägten die Solothurner. Die erste Chance in der 5. Minute nützte Solothurn zum Führungstreffer. Gashi erkämpfte sich das Streitobjekt, legte zu Titton zurück, dessen Flanke verwertete Hunziker freigelassen mit dem Kopf. «Wir hatten einen super Start und haben das gemacht, was wir uns vorgenommen haben», sagte FCS-Trainer Patrik Grolimund.

Für die Platzherren kam es noch besser. In der 27. Minute erhielt Keranovic an der Seitenlinie innert einer halben Minute (!) für ähnliche Intervention gegen Walther und Gashi je die gelbe Karte - Ausschluss.

In Überzahl den Ausgleich kassiert

Auf diesen doppelten Vorteil konnten die Einheimischen nicht aufbauen. Baden liess sich von diesen Rückschlägen nicht beeindrucken. In der 31. Minute wurde Antic rechts aussen in die Gasse geschickt und der sich halb links frei laufende Herger glich zum 1:1 aus. Die konsequente Linie von Spielleiter Shahin bekam auch Solothurns Spielmacher Gashi zu spüren. Er handelte sich innert vier Minuten ebenfalls zwei Verwarnungen ein und musste vorzeitig unter die Dusche (41.).

«Es kann nicht sein, dass wir 1:0 führen und in Überzahl das Spiel aus der Hand geben», sagte Grolimund nach dem Match kopfschüttelnd. Mit taktischen Änderungen versuchte Grolimund sein Team wieder auf den Erfolgsweg zu bringen. Mit der Einwechslung von Meier für Titton in der 46. Minute und dem Vorrücken von Walther in die Sturmspitze wollte er mehr Druck und Verdrängung erreichen.

Baden ist abgeklärter

Diese Strategie missglückte, weil die Aargauer dank ihrer ausgefeilteren Technik den Gastgebern kaum Anspielmöglichkeiten zugestanden. Die Ambassadoren wurden immer stärker zurückgedrängt. Dieser Überdruck entlud sich in der 66. Minute: Rapisarda, halb rechts heranbrausend, übernahm Mancinos Flanke zur 2:1-Führung für die Gäste. Mit Sasso für Kohler (67.) und Kara für Schalt (78.) sollte das einheimische Mittelfeld neue Impulse erhalten.

Doch nur eine Minute nach der Umstellung von der Vierer-Abwehr auf eine Dreier-Verteidigung musste sich diese definitiv entscheidend aushebeln lassen. Dzelili stiess rechts vor und Antic schloss halb links frei laufend zum 1:3 ab (79.). «Die Badener Torschützen sind alle erfahrene Profis, das ist die Realität», anerkannte Grolimund im Nachgang die Klasse der Gäste. Die Schlussphase kontrollierten die Badener problemlos.