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Solothurn gelingt ein Überraschungscoup bei Luzerns Reserven

Der FC Solothurn gewinnt in Luzern dank zwei späten Treffern mit 2:0 und feiert damit den ersten Erfolg nach zuletzt drei sieglosen Spielen. Damit bewegt man sich wieder beruhigend von der Abstiegszone weg.

Pius Rüegger
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Der FC Solothurn jubelt nach dem Sieg in Luzern.

Der FC Solothurn jubelt nach dem Sieg in Luzern.

Jürg Nägeli

Nach der desolaten Leistung gegen Schlusslicht Bern gelang dem FC Solothurn beim Tabellenzweiten Luzern II der Überraschungscoup ­– verdient. Zum Matchwinner wurde der eingewechselte Zayas.

Mit seiner ersten Ballberühung brachte er in der 76. Minute den Gast in Front. «Ich sah, dass der Aussenverteidiger zurück spielen will und spekulierte. Der Goalie kam zu weit heraus und verrechnete sich», rekapitulierte Samuel Zayas.

Nach seinem dreiwöchigen Ausfall nach Verletzung und Krankheit war die 29-jährige Offensivkraft motiviert, diese Einsatzmöglichkeit zu nutzen. Deshalb überrascht es nicht, dass er für den zweiten Treffer zehn Minuten später ebenso der Auslöser war.

«Ich spürte, dass ich frischer als mein Gegenspieler bin und habe alles probiert, mich durchzusetzen. Ich wollte von der Grundlinie zurück spielen, sah aber keinen Mitspieler, so dass ich in die Mitte spielte, wo der Luzerner Verteidiger zu meinem Glück ins eigene Tor ablenkte», umschrieb der Dominikaner die Entscheidung.

Solide und seriös

Die Solothurner waren von Beginn weg gewillt, die zuletzt enttäuschenden Leistungen zu korrigieren. Konzentriert gingen sie ans Werk. Sie verstanden es, den flinken, technisch begabten und gut ausgebildeten Luzerner Nachwuchs nie ihr temporeiches Angriffsspiel aufziehen zu lassen.

Zudem zeigten sie eine verbesserte Ballsicherheit. Das führte zu konstruktivem Aufbau. So kam Stauffer in der 28. Minute auf Vorarbeit Asanis zu einer Doppelchance: Zuerst wehrte Enzler nach vorne ab und auch den Nachschuss konnte der Luzern-Hüter abwehren.

Die Leuchtenstädter waren irritiert durch den engagierten Auftritt ihrer Gäste. Ihnen gelang es nicht, sich effektiv ins Geschehen einzubringen. Dazu standen ihre Gegenspieler zu gut und liessen ihnen kaum Raum zur Spielentwicklung zu.

«Wir zeigten eine solide wie seriöse Mannschaftsleistung und liessen keine Torchancen zu, weil wir sehr gut verteidigten, denn wir wussten, dass sie mit viel Tempo kommen», erklärte FCS-Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg. Ihn überzeugte die Art und Weise, wie seine Leute aufspielten. «Ich sah gute Ansätze», fuhr er fort.

Gute Ansätze gezeigt

Diese Ansätze führten nach dem Seitenwechsel zum Durchbruch. Die Solothurner begannen offensiver zu agieren und suchten den Abschluss. In der 68. Minute sah Duah seinen besser stehenden Mitspieler Stauffer und passte zu ihm nach links. Dieser vergab jedoch zum zweiten Mal eine hundertprozentige Chance, indem er Enzler anschoss.

«Uns ist die Überraschung gelungen, der Exploit geglückt und gewannen auch von den Chancen her verdient», freute sich Zaugg

Luzern II - Solothurn 0:2 (0:0)

Allmend.- 150 Zuschauer.- SR: Tonini.­­ – Tore: 76. Zayas 0:1, 86- Eigentor Paglia 0:2.

Luzern II: Enzler, Hoppler, Njau, Paglia, Bender; Voca; Rüedi (75. Calic), Da Costa; Ulrich, Bühler, Vargas (64. Wolf).

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Asani, Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Fleury, Nastoski (41. Disler), Selmanaj, Stauffer (75. Zayas), Hunziker; Veronica (64. Duah).

Bemerkungen: Luzern II ohne Knezevic, Röthlisberger und Nguyen (alle verletzt). Solothurn ohne Tan (gesperrt), Büchli, Kohler, Csima, Osaj (alle verletzt), Rihs (RS) und Wagner (Junioren). ­ Verletzt ausgeschieden: 41. Nastoski (Zerrung), 64. Veronica und 75. Stauffer (beide Misstritte). –Verwarnungen: Selmanaj, 40. Rüedi (beide Reklamieren), 48. Waylon Grosjean (Foul), 58. Ulrich, 60. Fleury (beide Reklamieren), 88. Njau (Foul) und 91. Zayas (Reklamieren). – Eck­bälle: 4:0 (3:0).

Das Spiel zum Nachlesen im Ticker:

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