1. Liga

Solothurn gegen Schötz nur sechs Minuten in Führung

Für Solothurn war es das erste Spiel im eigenen Stadium in diesem Jahr.

Für Solothurn war es das erste Spiel im eigenen Stadium in diesem Jahr.

Solothurns neuer Trainer Bidu Zaugg wartet weiter auf seinen ersten Sieg. Die Solothurner trennen sich gegen den FC Schötz 1:1.

Nur sechs Minuten dauerte die Hoffnung, die Heimpremière für den FC Solothurn unter Trainer Hans-Peter Bidu Zaugg siegreich zu gestalten. Nach dem klaren Ausscheiden aus dem Schweizer Cup mit der 0:3-Niederlage in La Chaux-de-Fonds folgte die Reaktion. Csima für den erkrankten Kohler als rechter Aussenläufer und Veronica für Zayas standen in der Startelf. Druckvoll gingen die Solothurner ohne Abtastphase das Spiel an. Doch auch Schötz strebte nach einem frühen Führungstreffer.

Daraus entwickelte sich ein intensiver Abnützungskampf bis zum Schlusspfiff. Der Zug auf das jeweils gegnerische Tor war beidseits deutlich erkennbar. Mit Kombinationsspiel war kein Durchkommen möglich. Gefragt waren hohe Konzentration  und Aufmerksamkeit. Diese flossen in die hart umkämpften Zweikämpfe ein.

Dieses Engagement wirkte sich auf Tempo und Rhythmus aus. Abschlussversuche fehlten nicht. Effizient waren diese jedoch nicht. «Unser Problem war, dass wir in der ersten Halbzeit in Führung gehen sollten, aber zumindest zweimal Pech hatten», analysierte Bidu Zaugg.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Luzerner den Druck. Dies gab den Rotweissen mehr Raum, den sie in der 50. Minute zum 1:0 nützten. Die treibende Kraft war Stauffer, der rechts Csima bediente. Dessen Flanke erlief zentral Veronica frei: nahe am linken Pfosten überquerte dessen Flachschuss die Torlinie.

Diese Führung hielt allerdings nicht lange. Schötz profitierte sechs Minuten später von einem Fehlpass Dislers. Dieser löste ein Foul von Hasanovic rund 20 Meter vor dem eigenen Tor an Saliu aus. Der Gefoulte selbst traf aus dieser zentralen Position mit einem platziert satten Freistoss über die Mauer unhaltbar für Hüter Wagner zum Ausgleich. «Disler spielte nach einem abgewehrten Angriff direkt einem Gegenspieler in die Füsse», ortete Zaugg den Auslöser. «Auf der Bank sagten wir, nachdem unser Tor endlich gekommen ist, dass wir diese Führung möglichst lange halten wollen und für uns mit der Zeit Chancen kommen, weil Schötz dann öffnen muss. Dann ist allerdings der Ausgleich zu früh gekommen», bedauerte Zaugg.

«Ich habe der Mannschaft gesagt, wir müssen alles tun und probieren, um zu gewinnen, wollen aber auch nicht verlieren, wobei wir wenigstens dieses Ziel erreichte», gab der neue Trainer der Ambassadoren als Halbzeitparole heraus. Gegen die defensiv soliden Zentralschweizer genügte dies trotz unerbittlichem Kampfgeist nicht. So blieb es beim zweiten  Meisterschaftsremis für Zaugg: «Schötz hat den Punkt nicht gestohlen».

Solothurn – Schötz 1:1 (0:0)

Stadion. – 200 Zuschauer. – SR Simona Ghisletta. – Tore 50. Veronica 1:0, 56. Saliu 1:1.

Solothurn: Wagner; Disler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Hunziker, Fleury; Csima (65. Zayas), Veronica (84. Selmanaj), Tan (65. Osaj); Stauffer.

Schötz: Bolliger; Ostojic, Ferricchio, Bajrami, Pekas; Stephan; Rapelli (60. Nikmengjaj), Ramadani (67. Lukic), Skeraj; Zenger, Saliu (78. Binaku).

 Bemerkungen: Solo­thurn ohne Jeffrey Grosjean, Büchli (beide verletzt), Kohler (krank), Rihs (Militär), Kopp und Duah (beide nicht im Aufgebot). Schötz ohne Lötscher, Rushiti, Boussaha (alle verletzt), Alija, Lustenberger und Rexhepi (alle abwesend). – Ver­war­nun­gen: 25. Rapelli, 28. Stauffer (beide Reklamieren), 72. Stephan (Foul), 92. Skeraj (Reklamieren). – Eck­bälle 3:8 (2:7).

FC Solothurn - FC Schötz

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