1. Liga
Solothurn fehlte das Tor: Solothurn und die Black Stars Basel verabschieden sich mit einem 0:0-Unentschieden

Dieses zweite, jedoch torlose Heimremis hat für den FC Solothurn Signalwirkung. Es zeigt dank einer dominierenden Startphase an, dass der verkorkste Saisonstart korrigiert werden wollte. Die Stadion-Elf war besser in Bewegung und lief viel.

Pius Rüegger
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FC Solothurn

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michelluethi.ch

Im defensiven Bereich agierte sie konsequent und machte die Räume zu. Die Ambassadoren attackierten früher den Gegner. Die Einsatzbereitschaft war da. Auch wenn einiges misslang und die Konsequenz im Abschlussbereich weiterhin verbesserungswürdig ist, waren die Gastgeber bestrebt, als Team aufzutreten. Diesen Willen unterstrichen die Platzherren in den ersten elf Minuten in drei Möglichkeiten.

Stauffer spielte Osmani ideal in die Gasse an, der Abschluss fiel jedoch zu hoch aus (3.). Eine Kombination mit Stauffer, Osmani und Chatton beendete Gästehüter Oberle aufmerksam (6.). Einen Freistoss Arifis verpasste Hasanovic und anschliessend schoss Stauffer Chatton im gegnerischen Strafraum an (11.). „Wir zeigten heute eine klare Leistungssteigerung“, hält Solothurns Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak fest. Später sagt er: „Heute haben wir so gespielt, weil wir unbedingt gewinnen wollten“.

Solothurns Chancenplus

Nach dem ersten Eckball für die Basler Black Stars gab es ab der 19. Minute eine Phase, in der die einheimische Abwehr unter Druck geriet. Diese war jedoch von kurzer Dauer. Solothurn hielt sich schadlos, weil die Mannschaft den Kampf annahm und mit Geschlossenheit aufwartete. Die Gäste vom Rheinknie kamen übers ganze Spiel zu keinen nennenswerten Abschlussversuchen. „In der Defensive und in den Zweikämpfen waren wir viel besser“, stellt Skrzypczak fest.

Die Gastgeber wollten sich mit spielerischen Mitteln Vorteile verschaffen. Nachdem Osmani eine Angriffsauslösung der Basler abfing, fiel der Schuss Chattons zu schwach aus (34.). Chatton flankte von halblinks in die Mitte zu Veronica, doch Oberle holte sich den Ball fliegend (35.). Chatton wieder aus halblinker Position spielte Arifi an; dessen Abschluss wird in Corner abgelenkt (45. + 1). „Wir kamen in gute Situationen, aber es fehlt noch das Erfolgserlebnis, was eine Frage der Zeit ist“, meint Skrzypczak.

Chancen ja – Tore nein

Dieser Wille, sich durchzusetzen, war auch nach dem Seitenwechsel spürbar. Trotzdem fiel die Fortsetzung durchzogener aus. So liess sich Osmani den Ball vom Fuss nehmen (51.) und Hunzikers Freistoss ging äusserst knapp am linken Pfosten vorbei (59.). Das Spielglück fehlte auch, als Chatton links Stauffer anspielte. Die Gäste konnten zur Ecke ablenken (78.). Zwei Minuten später spielte Osmani Chatton an, doch diesen schwierig gespielten Ball konnte die Solothurner Sturmspitze unmöglich annehmen (80.).

Einen Vorstoss, in der eigenen Platzhälfte ausgelöst und von Chatton vollzogen, stoppte Farinha faktisch auf dem Anspielpunkt: Gelbrot für den Black Stars-Captain (85.). Sinnbildlich für die Rotweissen war, als Chatton in der vierten von sechs Nachspielminuten den Ball im Besucher-Strafraum nicht unter Kontrolle brachte. „Uns fehlten die Tore, sonst haben wir alles richtig gemacht – so können wir mit diesem Resultat leben, denn es spricht für die ganze Mannschaft, dass wir kein Gegentor, auch aus einem Standard, erhalten haben“, lautet Skrzypczaks Schlusskommentar.

Matchtelegramm

Meisterschaft 1. Liga 2018/19, Gruppe 2

Solothurn – Black Stars Basel 0:0

Stadion. – 300 Zu­schauer. – SR: Aebi.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Philippe Gerspacher; Arifi; Stauffer, Osmani; Veronica (66. Schrittwieser), Hunziker (91. Henzi); Chatton.

Black Stars Basel: Oberle; Mumenthaler, Dünki, Farinha, Sevinc; Uruejoma; Muslija (83. Covella), Kalacyi (89. Mbatchou), Alic, Rrudhani (60. Shillova); Babovic (66. Gomes).

Bemerkungen: Solothurn ohne Du Buisson (Ausland), Koch (Ausbildung), Asani (verletzt) und Micelli (nicht im Aufgebot). Black Stars Basel ohne Ahmeti, Wehrli, Spahr (alle verletzt), Zunic und Basis (beide anderes Team). – Gelbrot: 85. Farinha (Foul). – Ver­war­nun­gen: 26. Farinha (Reklamieren), 41. Kohler, 81. Alic (Reklamieren), (alle Foul). – Eckbälle: 6:7 (1:4).

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