Fussball
Solothurn bricht erneut ein

Niederlage im letzten 1.-Liga-Match – 1:2 gegen Münsingen

Pieus Rüegger
Merken
Drucken
Teilen

Der Penalty-Fluch verfolgte Solothurn auch gegen Münsingen. Diesmal gar in doppelter Hinsicht. Zuerst wurde in der 49. Minute Franco ein Strafstoss verweigert, nachdem ihn Ferreira im Strafraum von den Beinen holte. In der 76. Minute hingegen zeigte Schiedsrichter Mestre nach einem harmlosen Rencontre zwischen Du Buisson und Gasser auf den ominösen Punkt. Christen liess sich diese Chance zum 1:2 und zur Siegsicherung nicht nehmen. «Ich gratuliere dem Schiedsrichter, erneut hat er uns mit klaren Fehlentscheiden das Genick gebrochen», sagt ein bitter enttäuschter Roland Hasler.

Hasler spricht nicht nur die Penaltyszenen, sondern ebenso das annullierte Tor in der 15. Minute an. Munoz trat einen Eckball, dieser kam zu Grossenbacher, der traf. Wie während der Flugbahn eine neue Situation mit einer Offsideposition entstehen konnte, wissen nur der Schiedsrichter und sein Assistent Mühlheim. Aus die Freude von der 2:0-Führung – mit verheerenden Folgen.

Einbruch nach dem Fehlentscheid

Dabei begann alles mit einem Traumstart. Nach 20 Sekunden kamen die Platzherren zum ersten Eckball. Baeriswyl – für den gesperrten Captain Liloia als Innenverteidiger erstmals nach seiner Verletzungspause nominiert – verwertete nach 45 Sekunden mit dem Kopf zum 1:0. Nur eine Viertelstunde lang konnten die Solothurner Akzente setzen. Die Ein-heimischen offenbarten nach dem aberkannten zweiten Treffer ihre mentale Labilität. Die Qualität zu einer effektiven Gegenwehr fehlte.

Dass es noch eng wird, liess sich erahnen. Die Gäste erarbeiteten sich durch ihren Kampfwillen mehr Spielanteile. Der Ausgleich in der 61. Minute überraschte nicht. Battista setzte sich in der Mitte gegen zwei Solothurner durch und reüssierte. Ihren Frust konnten die Einheimischen nicht mehr überwinden. In der Schlussviertelstunde funktionierte nicht mehr viel. Auch wenn Martin in der dritten Nachspielminute Müller nochmals prüfte. Das Mannschaftsgefüge der Rotweissen ist wie ein Kartenhaus zusammengefallen. «Ich sagte den Spielern in der Garderobe: ‹Duscht lange und alles gut ab, dann kommt es wieder gut›», hakte Hasler die völlig missratene Rückrunde ab. 14 Punkte und nur einem Sieg gegen Wangen in den letzten sechs Spielen sind zu wenig.