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So macht der EHCO Freude: Olten demontiert La Chaux-de-Fonds mit 10:1!

Das Heimdebüt von Trainer Bengt-Ake Gustafsson ist mehr als gelungen: Der EHC Olten deklassiert in einem unterhaltsamen Spiel den Tabellenzweiten La Chaux-de-Fonds mit 10:1 und überzeugte vor allem mit schnörkellosem Passspiel.

«Ich weiss es nicht!» Es war bei vielen EHCO-Spielern bis Mitte Januar die Standard-Antwort auf die Frage, weshalb trotz des enormen spielerischen Potenzials einfach nichts zusammenpassen will und die Leistungen nicht abgerufen werden können.

Auch nach dem Trainerwechsel von Maurizio Mansi auf Bengt-Ake Gustafsson, geben viele die Antwort noch immer, jedoch auf die Frage, wie es sein kann, dass sich der EHC Olten plötzlich von der besten Seite zeigt.

«Es scheint auf alle Fälle so zu sein, als hätte der Trainerwechsel gefruchtet. Alle haben den Spass am Eishockey wieder gefunden. Wir machen plötzlich alles richtig, was wir zuvor falsch gemacht haben», ist Stürmer Diego Schwarzenbach überrascht.

Die Highlights zwischen Olten und HC La Chaux de Fonds

Die Highlights des Oltner Schaulaufens

Schnörkelloses Passspiel

«Wie bitte?», heisst es denn auch nach dem 4:1-Treffer von Curtis Gedig auf den Zuschauerrängen im Kleinholz. So mancher EHCO-Fan der 4066 Zuschauer glaubte nicht so recht, was sich soeben auf dem Eis abgespielt hat: Nach einer gewonnenen Scheibe an der Mittellinie spielen Topskorer Justin Feser, Ueli Huber und Torschütze Gedig ihre Gegenspieler mit einem meisterhaften Direktspiel schwindlig.

Zweifellos: Es ist das bislang spektakulärste Tor, das der EHC Olten in dieser laufenden Saison schoss. Von einem EHC Olten, den man so in der Ausgabe 16/17 noch nie gesehen hat: Schnörkellos, gradlinig, zielstrebig und schliesslich auch ultraeffizient zeigten sich die Dreitannenstädter.

Besonders augenfällig war auch, mit welcher Überzeugung die EHCO-Spieler das Passspiel zelebrierten. Selbst die gefährlichsten Querpässe über das halbe Eisfeld fanden plötzlich den gewünschten Abnehmer.

Und als schliesslich HCC-Torhüter Tim Wolf in der 31. Minute nach dem 1:5-Gegentreffer enttäuscht den Bettel hinwarf, war das Oltner Schützenfest erst so richtig lanciert.

Während sich die Neuenburger allmählich aufgaben und frustriert Stock um Stock zerschmetterten, suchte der EHC Olten den Stängeli-Sieg vehement, der schliesslich mit dem Treffer von Thomas Heinimann bereits in der 49. Minute Tatsache war.

Servette-Leihspieler Heinimann nahm neben Wüst und Truttmann die Center-Position von Jiri Polansky ein, auf den Bengt-Ake Gustafsson überraschend verzichtet hatte und stattdessen Justin Feser und Curtis Gedig den Vorrang gab. Nicht zuletzt wegen Heinimann, der mit drei Skorerpunkten brillierte, war nach dem Saison-Highlight-Spiel die mutige Entscheidung des Trainers kein Thema mehr.

Und so weist Gustafsson in drei Spielen drei Siege auf – die Bilanz lässt sich nach dem Auf und Ab mit Mansi sehen. Doch deshalb sogleich in Euphorie verfallen? Es wäre nicht Bengt-Ake Gustafsson, wenn er selbst nach einem Stängeli-Sieg nicht mit beiden Beinen auf dem Boden bliebe. «So will man natürlich als Coach die Spieler sehen. Das Gefühl stimmt, jeder geht für jeden. Jeder versprüht Energie und den Willen, erfolgreich sein zu wollen.»

Der 58-jährige Startrainer sagt es in einem ruhigen Tonfall, von dem man nicht entnehmen könnte, dass der Schwede soeben ein Eishockeyteam zu einem Stängeli-Sieg gecoacht hat.

Gustafsson versucht denn auch, den Puck tief zu halten: «Wir haben noch nichts erreicht. Wir müssen weiter fokussiert an unserer Arbeit dranbleiben. Es gibt noch viele kleine Details, die wir nach wie vor besser machen können. Am Sonntag beginnt das Spiel wieder bei 0:0.»

Und Topskorer Feser sagt: «Das macht Spass. Jeder Einzelne hat heute seine Leistung abgerufen. Aber wir haben auch heute nur drei Punkte gewonnen. Nun gilt es, weiter hart an uns zu arbeiten, damit wir uns das Playoff-Heimrecht noch holen können.»

Der EHCO befindet sich vier Spiele vor Ende der Qualifikation zumindest mit solchen Leistungen auf bestem Wege dazu.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker von Tobias Schalk:

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