Volleyball

Smart und schnell zum 3:0: Volley Schönenwerd mit überlegenem Heimsieg gegen Chênois

25:18, 25:15, 25:16 – die Schönenwerder bezwingen auf souveräne Art und Weise zuhause Chênois und gewinnen zum sechsten Mal in Serie. Dank dem Sieg behauptet Volley Schönenwerd die Tabellenführung der NLA und hat zwei Punkte Vorsprung auf Amriswil.

«Ich bin natürlich mit der Einstellung aufgewacht, dass wir dieses Spiel gewinnen. Ich habe aber eher mit einem 3:1 oder 3:2 gerechnet», sagte Trainer Bujar Dervisaj nach dem überlegenen Heimsiegen gegen Chênois.

Sowohl die Spieler der Startformation als auch die, welche im Verlauf des Matches reinkamen, hätten ihren Job gemacht. Dass es so breit aufgestellt sei, mache das Team stark: «Es braucht jeden. Und jeder wird zu seinen Einsätzen kommen.»

Obwohl gleichzeitig Meister Lausanne auf Cupsieger Amriswil traf, war die Affiche zwischen Schönenwerd und Chênois auf dem Papier das Spitzenspiel der siebten Runde. Das Duell zwischen dem Leader der NLA und dem Tabellendritten wurde indes zu einer unerwartet einseitigen Angelegenheit. Die Genfer führten in der Startphase kurzzeitig mit 6:3. Das war dann aber auch schon alles.

Schönenwerd punktete auf allen Positionen

Dank zwei Punkten von Diagonalangreifer Yves Roth, zwei Blocks sowie einem Fehler der Gäste korrigierte Schönenwerd den Fehlstart und lag zur ersten Auszeit mit 8:6 vorne.

Unter anderem dank Assen von Passeur Nikodem Wolanski und Mischa von Burg erhöhten die Gastgeber den Vorsprung in der Folge kontinuierlich. Alle sechs Spieler, die in der Startformation standen, steuerten mindestens einen Punkt zum 25:18-Erfolg im Startsatz bei.

Die ersten drei Ballwechsel des zweiten Durchgangs endeten allesamt mit Fehlern der Genfer. In der Mitte des Satzes zogen die Schönenwerder dank drei Punkten in Folge, darunter ein Block von Roth und ein Kracher über die Aussenbahn von Marcin Ernastowicz, auf 15:9 davon.

Und das Heimteam legte nun erst so richtig los. Ein weiterer erfolgreicher Angriff von Roth, eine Finte von Wolanksi, zwei Asse in Folge von Roth sowie ein Punkt von Luca Ulrich; schon lagen die Schönenwerder uneinholbar mit 20:10 in Front. Drei Siedeouts von Topskorer Ernastowicz, ein Service-Winner von Ulrich und ein Fehler von Chênois führten zum 25:15.

Auch im dritten Satz nur zu Beginn etwas Gegenwehr

Nach der zehnminütigen Pause folgte die «spannendste» Phase des Spiels. Chênois konnte kurz dranbleiben an den Niederämtern. Nämlich genau bis zum 5:5-Zwischenstand. Die nächsten drei Punkte buchten aber die Schönenwerder: ein Angriffsfehler von Chênois, ein Ernastowicz-Hammer und ein Block von Christopher Frame.

Wenig später leisteten sich die Gäste vier Fehler in Folge. Dadurch lagen die Schönenwerder plötzlich bereits wieder mit 13:7 in Führung. Dieses Polster liess sich das Team von Trainer Bujar Dervisaj nicht mehr nehmen. Im Gegenteil, der Pole Ernastowicz, der beste Punktesammler des Spiels (16), drehte in der Schlussphase noch einmal auf.

«Schöni» distanzierte den Gegner am Ende noch bis auf 25:16 und kam auf sehr souveräne Weise zum sechsten Sieg in Folge. Einzig das Auftaktspiel gegen Amriswil hatten die Schönenwerder verloren.

Zwei Punkte vorne und zwei Wochen Pause

«Chênois war mental nicht auf der Höhe. Sie haben es uns sehr einfach gemacht», kommentierte Dervisaj den glatten 3:0-Erfolg seines Teams. «Sie haben wie wir versucht, mit dem Aufschlag viel Druck aufzubauen. Doch das hat überhaupt nicht funktioniert, sie machten sehr viele Fehler.» Bei seiner Mannschaft habe die Block-Defense sehr gut funktioniert, aber auch der Angriff.

«Wir wollen immer schnell spielen. Nicht nur die einfachen Bällen, sondern auch bei schwierigen Annahmen», erklärte Dervisaj. «Wir haben keine Zwei-Meter-Kerls im Team, aber dafür smarte und schnelle Spieler.» Das Junge Team befinde sich immer noch in einem Lernprozess: «Im Moment geht es noch nicht um alles. Wir wollen bereit sein für die Big Games.»

Amriswil bodigte Lausanne nach erbittertem Kampf im Tiebreak. Schönenwerd liegt somit zwei Punkte vor Amriswil an der Tabellenspitze der NLA, allerdings mit einem Spiel mehr auf dem Konto. Auf Platz eins zu sein, fühle sich gut an, sagte Bujar Dervisaj. «Aber nur, wenn die Mannschaft gut trainiert. Und das war zuletzt der Fall. Im Moment läuft es sehr gut.»

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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