1. Liga
Skrzypczak-Junior entschied Vater/Sohn-Duell – Zofingen gewinnt 2:1 gegen Solothurn

Ausgerechnet der Sohn von Solothurns Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak, Dawid Skrzypczak, realisiert in der 84. Minute den Siegtreffer für Aufsteiger Zofingen! Der Abwehrchef der Thut-Städter verwertet einen Eckball seines Captains Majic, mit dem Kopf Richtung linker Pfosten drückend.

Pius Rüegger
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Dawid Skrzypczak schoss das Siegestor gegen die Mannschaft seines Vaters.

Dawid Skrzypczak schoss das Siegestor gegen die Mannschaft seines Vaters.

OTTO LUESCHER AARAU

Dabei flutscht der Ball unglücklich unter dem Oberkörper des in die Torecke hechtenden Gästehüter Jeffrey Grosjean hindurch. Allerdings möchte der 26-Jährige, der kommenden Dienstag und Donnerstag seine Staatsexamen zum Arzt ablegen wird, lieber das Spiel analysieren, statt über diesen speziellen Treffer Auskunft geben.

„Ich spiele für Zofingen und wir wollen gewinnen“, lässt sich Skrzypczak-Junior entlocken. Und er schiebt nach: „Wir gehen sportlich damit um, wir beide freuen uns, wenn wir gewinnen.“ Wobei: „Es freut mich heute Abend schon sehr besonders“. Auch sein Vater hält die Gefühlslage unter Kontrolle: „Wir und ich bekommen ungern Gegentore. Wenn schon es für Zofingen gerade Dawid ist, ist es nicht schlecht, mein Sohn will auch gewinnen und ich freue mich für ihn.“

Standards waren erfolgreich

Bezeichnend für dieses Spiel, dass alle drei Tore ihren Ursprung in Eckbällen hatten. „Wir haben eine neue Erfahrung gemacht, zwei Tore nach Standards zu erhalten“, bemerkte Dariusz „Darek“ Skrzypczak. Beim 1:0 spielte Majic den Ball flach vor den Strafraum. Aus 18 Metern hob Jonjic die Kugel unter die Latte (55.).

„Wir gingen durch einen einstudierten Eckball in Führung“, erklärte Zofingens Trainer Nicola Nocita. Beim Ausgleich verlängerte ein Zofinger Arifis Eckstoss mit dem Kopf links zu Stauffer. Er schoss Schrittwieser an. Auf den Abspritzer reagierte Neo-Captain Chatton am Schnellsten und bezwang Vodola tief (64.).

Wenig Torchancen beidseits

Die brütende Hitze von 32 Grad hatte wesentlichen Einfluss auf das Spiel. Favorit Solothurn startete mit Druck und drängte den Platzklub zurück. Hunziker zwang Vodola in der elften Minute zu einer Parade, die zum ersten Eckball führte. Die Westaargauer setzten auf eine kompakte Defensive. Nach einer Entlastungsaktion konnte Majic aus 25 Metern einen Freistoss treten, den Jeffrey Grosjean hielt (14.).

Freundlicher Handschlag: Dawid Skrzypczak (links) und sein Vater Dariusz.

Freundlicher Handschlag: Dawid Skrzypczak (links) und sein Vater Dariusz.

Bis zur nächsten Möglichkeit dauerte es 24 Minuten. Chatton kam nach einem Konter auf Zuspiel von Osmani zum Abschluss. Diesen parierte Vodola. Der Nachschuss flog knapp am rechten Torpfosten vorbei. Ebenso knapp verpasste Emmenegger mit einem Distanzschuss rechts in Minute 45.

Zofingen aktiver und erfolgreicher

In die Fortsetzung starteten die Gastgeber aktiver und aggressiver. Solothurn verhielt sich zu passiv, liess wirkungsvolles Pressing vermissen und enttäuschte im kämpferischen Engagement. „Heute zahlten sich die offensiven Wechsel nicht aus, heute klappte es nicht“, anerkannte Dariusz „Darek“ Skrzypczak diesen schwachen Auftritt.

Dadurch wurde sein Team nie zwingend. Zofingen kamen dies entgegen. Dank seiner Steigerung nach der Pause verdiente sich der Aufsteiger diese drei Punkte. „Es war auch Glück dabei, es ist gut gelaufen, wir konnten die Räume eng machen und das schnelle Umschaltspiel entschied“, freut sich Nocita über diesen Starterfolg.

Matchtelegramm

Meisterschaft 1. Liga 2018/19, Gruppe 2

Zofingen - Solothurn 2:1 (0:0)

Trinermatten. – 271 Zu­schauer. – SR: Hürlimann. – Tore: 55. Jonjic 1:0, 64. Chatton 1:1, 84. Dawid Skrzypczak 2:1.

Zofingen: Vodola; Emmenegger, Dawid Skrzypczak, Rakovan, Lukic; Fernandes (88. Schwegler), Majic; Valovcan, Jonjic (76. Hodzic), Ajil (69. Weber); Sant Anna (82. Brzina).

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Waylon Grosjean, Müller (89. Hasanovic), Philippe Gerspacher; Hunziker, Stauffer; Schrittwieser (69. Veronica), Osmani (80. Hausic), Henzi (58. Arifi); Chatton.

Bemerkungen: Gedenkminute für Zofingens verstorbenes Ehrenmitglied Ruth Holzer-Meyer (91). – Zofingen ohne Bossert und Dos Santos (beide verletzt). Solothurn ohne Du Buisson (Ausland, Sprachaufenthalt bis Mitte September), Koch (Schule, bis Ende Vorrunde), Asani (verletzt) und Micelli (abwesend). Bei Solothurn Chatton neuer Captain. – 24. und 70. Trinkpausen. – 50. Osmani Pfostenschuss (Freistoss). – Ver­war­nun­gen: 73. Hunziker (Foul), 77. Lukic (Handspiel) und 80. Müller (Foul). – Eckbälle: 7:4 (1:2).

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