Radsport

Simon Zahner drückt dem GP Sälipark in Olten den Stempel auf

Simon Zahner, der Sieger des GP Sälipark.

Simon Zahner, der Sieger des GP Sälipark.

Das Hägendörfer EKZ Racing Team landete mit zwei Fahrern auf dem Podest. Bei den Frauen gab es eine finnische Siegerin. Die einzige Solothurnerin im Rennen machte den sechsten Platz. Auch regionale Politiker nahmen an einem Rennen teil.

Dem 39. GP Sälipark Kriterium im Oltner Bifangquartier war auch diesmal ein voller Erfolg beschieden. Während das internationale Frauenrennen am Vormittag wegen eines Gewittersturms von 60 auf 30 Runden verkürzt werden musste, ging das Eliterennen der Männer am Nachmittag bei heissem Sommerwetter in Szene. Die zahlreichen Zuschauer kamen dabei in den Genuss eines spannenden Rennens, bei dem das Hägendörfer EKZ Racing Team von Kurt Bürgi für die Musik besorgt war.

Bereits auf den ersten Metern gaben die zehn EKZ-Fahrer der Konkurrenz GS Rufalex, Atlas-Personal, Team Hörmann und dem zweiten Solothurner Elite Team Maca-Loca Scott aus Kriegstetten den Tarif bekannt. Der spätere Sieger Simon Zahner gewann bereits die erste Spurtwertung nach 10 Runden. Schon vor der letzten, doppelt zählenden, Wertung nach 85 Kilometern stand Zahner als Sieger fest – er brauchte nach 100 Runden gar nicht mehr mitzusprinten.

Der aus Bristen stammende Rufalex-Fahrer Bernhard Furger kam mit der gewonnenen Schlusswertung trotz der zwölf Punkte nur noch auf den zweiten Platz, der ihm schon nach 90 Runden gehört hatte.

«Ich war hier bereits sechsmal am Start», meinte der spurtstarke Urner im Ziel, «letztes Jahr hatte mein in der Zwischenzeit zurückgetretener Mannschaftskollege Roman Andres aus Wangen hier gewonnen. Es ist genial, dass ich ein Jahr später als Zweiter auf das Podest gekommen bin.»

Hohes Stundenmittel von 48,5 km/h

Zehn Tage nach seinem Sieg bei der 3. Etappe der Elsass-Rundfahrt in Colmar gewann der Zürcher Oberländer Simon Zahner vom EKZ Racing Team auch den 39. GP Sälipark. Der 30-Jährige aus Dürnten verwies Furger und seinen Teamkollegen Mirco Saggiorato auf die Ehrenplätze.

Es war seine zweite Teilnahme im Oltner Bifangquartier, 2012 war er bei seiner Premiere auf dem vierten Schlussrang gelandet. «Es machte heute keinen Unterschied, ob das Kriterium flach oder mit einer Steigung versehen war», analysierte er nach seiner Siegerfahrt, «wichtig war vor allem, dass unsere zehnköpfige Mannschaft von Anfang an das Heft in die Hand genommen hat. Unsere Taktik funktionierte von der ersten Runde an einwandfrei.»

Vor der Radquer-Saison mit Schwerpunkt Weltmeisterschaft im holländischen Hoogerheide fahre er am nächsten Wochenende noch die Züri-Metzgete, einige kleine Rennen und als Abschluss der Strassensaison das Mannschaftsfahren in La Brévine im Neuenburger Jura. Neben dem drittplatzierten Mirco Saggiorato kamen mit Fabian Lienhard (7.) und Dominik Fuchs (10.) zwei weitere EKZ-Fahrer in die Top 10.

Jennifer Sägesser wurde Sechste

Das Frauenrennen endete mit dem Sieg der finnischen Strassenmeisterin von 2012 und 2013 Lotta Lepistö, die dank ihrer langen Flucht praktisch einen Start-Ziel-Sieg feiern konnte. Sie gewann das Rennen vor ihren beiden Schweizer Kolleginnen vom Bigla Cycling Team Caroline Baur und Larissa Brühwiler souverän.

Jennifer Sägesser, die einzige Fahrerin aus dem Kanton Solothurn, wurde Sechste. «Mir lief es den Umständen entsprechend gut», meinte die Niedergösgerin, «zum Glück war ich in keinen der drei Stürze involviert. Nur als wegen des Sturms die Zielumrandung zu Boden fiel, musste ich einmal kurz anhalten.»

Im Rennen der Politiker und Behörden über fünf Runden war der Niedergösger Gemeinderat René Lacher der Schnellste. Zweiter wurde der Aarauer Stadtrat Michael Ganz und Dritter der Herbetswiler Nationalrat Stefan Müller-Altermatt. Oltens neuer Stadtpräsident Martin Wey beendete das Rennen auf dem siebten Platz.

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