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Simon Friedli dank erstem Weltcup-Podestplatz «auf gutem Weg»

Pilot Simon Friedli und Gregory Jones freuen sich über  Platz drei.

Pilot Simon Friedli und Gregory Jones freuen sich über Platz drei.

Der Derendinger Simon Friedli zieht nach einem Wochenende mit Licht (dritter Platz) und Schatten (Sturz) ein positives Zwischenfazit.

Einmal top, einmal Flop. So fasst Bobpilot Simon Friedli das zweite Weltcup-Wochenende in der noch jungen Saison zusammen. Im lettischen Sigulda, wo schon die ersten beiden Rennen stattfanden, fuhr der 29-Jährige am Samstag zum ersten Mal aufs Podest in einem Weltcuprennen. Einen Tag später erlebte er einen Schockmoment: Er stürzte mit einem Tempo von gut einhundert Stundenkilometern.

Zum Auftakt seiner ersten kompletten Weltcup-Saison hatte sich Friedli vor zwei Wochen mit den Plätzen sechs und neun begnügen müssen. «In diesem Winter kann man nichts planen», sagte er. Man müsse froh sein, überhaupt fahren zu können.

Am ersten Weltcup-Wochenende musste sein Anschieber Adrian Fässler in Quarantäne. Weil er das Zimmer mit Cyril Bieri vom Team von Michael Vogt teilte, der positiv getestet wurde. Friedli selbst war kurz vor den ersten Trainingsfahrten in Deutschland im Oktober positiv getestet worden.

Fälschlicherweise, wie sich wenig später herausstellte. Er verpasste dadurch mehrere Trainingstage. Während der Vorbereitung erwischte es in Königsee zudem Anschieber Marco Leimgruber.

Weil die Saison voller Ungewissheiten sein wird, stapelte er im Vorfeld eher tief mit dem Ziel Top-10-Plätze. Zum Aufakt gelang ihm dies am Wochenende vom 21. und 22. November in beiden Rennen. Und am vergangenen Samstag sorgte er mit Anschieber Gregory Jones dafür, dass auch im dritten Rennen der Saison ein Schweizer auf dem Podest stand.

Das Duo fuhr auf den dritten Platz. Dies war dem 22-jährigen Schwyzer Michael Vogt eine Woche zuvor auf der gleichen Bahn gleich zweimal gelungen.

In drei von vier Rennen schaffte Simon Friedli sein Ziel, eine Top-10-Platzierung.

In drei von vier Rennen schaffte Simon Friedli sein Ziel, eine Top-10-Platzierung.

Am Tag nach dem grössten Erfolg seiner Karriere wollte der Solothurner zu viel. Er stürzte nach gut dreissig Sekunden bei hohem Tempo. Dann war Kopf einziehen angesagt. Nach einer langen Rutschpartie krochen Friedli und Jones unverletzt unter dem Bob hervor. Mit ihren ersten Zwischenzeiten wären sie um die Plätze drei, vier herum klassiert gewesen.

Simon Friedli und Gregory Jones stürzen im ersten Lauf des vierten Weltcup-Rennens.

Simon Friedli und Gregory Jones stürzen im ersten Lauf des vierten Weltcup-Rennens.

«Wir sind zufrieden mit den drei Top-10-Platzierungen. Wir sind auf gutem Weg», konnten Friedli und sein Team am Montag bereits wieder ein positives Zwischenfazit ziehen; mittels Facebook-Post während der rund 22-stündigen Heimfahrt quer durch Europa. Lange werden sie allerdings nicht in der Schweiz bleiben. Am Sonntag geht es weiter Richtung Innsbruck, wo am 12. und 13. Dezember die nächsten Weltcuprennen stattfinden.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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