Fussball 2. Liga

Simon Affentranger: Das Knie zwang ihn zur Rückkehr

Simon Affentranger kehrte zum FC Fulenbach zurück.

Simon Affentranger kehrte zum FC Fulenbach zurück.

Simon Affentranger erklärt die Wichtigkeit des Solothurner Cups und ob er mit dem SC Fulenbach noch in die 2. Liga inter aufsteigen möchte.

Wenn man sich am Ende der vergangenen Rückrunde nach dem spannenden Aufstiegskampf zwischen Iliria und Fulenbach auf den Fussballplätzen der 2. Liga für eine Prognose zur neuen Saison umhörte, war vor allem ein Verein mit dem Begriff «Aufstiegsfavorit» verbunden: nämlich die letzte Saison noch geschlagenen Fulenbacher.

Nachdem sie in der Spielzeit 2014/2015 den zweiten Platz hinter Subingen belegt hatten, diese Leistung in der Folgesaison bestätigten und nur knapp den Aufstieg verpassten, dachten viele, dass es in dieser Saison endgültig gelingen könnte.

Der SC Fulenbach konnte in der Vorrunde jedoch nicht an die Leistungen der abgelaufenen Spielzeiten anknüpfen. Im Gegenteil: Nach fünf gespielten Partien, wovon die Fulenbacher deren vier verloren, befanden sich die Aaregäuer sogar mitten im Abstiegskampf. Im zweiten Saisonviertel zeigten die Blau-Weissen dann aber ein anderes Gesicht und gewannen von den sechs Spielen deren fünf, womit sie sich zur Winterpause im Tabellenmittelfeld positioniert haben.

Die Fulenbacher hatten in zu Beginn der Saison oft das Nachsehen.

Die Fulenbacher hatten in zu Beginn der Saison oft das Nachsehen.

Nach anderthalb Saisons zurück

Weiter steigen dürfte der Optimismus beim SC Fulenbach mit der Rückkehr des ehemaligen Leistungsträgers und Torschützenkönigs der Saison 2014/15. Nach einem eineinhalbjährigen Abstecher in die 2. Liga inter zum FC Langenthal kehrte in der Winterpause nämlich Simon Affentranger nach Fulenbach zurück.

«Bei mir wurde im Knie ein Knorpelschaden festgestellt. Durch die vielen Trainingseinheiten und Spiele konnte sich mein Knie nie richtig erholen, weshalb ich mir eingestehen musste, dass meine Gesundheit vorgeht und ich besser wieder zurückkehre», erklärt Affentranger.

Doch was wäre gewesen, hätte der 28-Jährige damals den SCF gar nicht erst verlassen? Es bietet sich ein kleines Gedankenspiel an, in welchem vor allem die äusserst knappen Entscheidungsmomente in der letzten Saison im Cupfinal und im Aufstiegsrennen genauer betrachtet werden können.

Fehlte Fulenbach in dieser Phase nicht genau ein Spieler seines Formats? Und hätte Affentranger, wäre er geblieben, nun sogar mit Fulenbach in der 2. Liga interregional und im Schweizer Cup mitspielen können? «Vielleicht, aber gross gefehlt habe ich ja nicht», meint Affentranger dazu misstrauisch und fügt lächelnd an: «Ob ich im Cupfinal den Penalty verwandelt hätte? Ich weiss es nicht.»

Top-3-Platzierung als Ziel

Affentranger bereut seinen Wechsel zum FCL aber nicht. Er habe einiges gelernt, viele tolle Menschen getroffen und grosses Vertrauen gespürt. Mit dieser Erfahrung will er nun Fulenbach helfen, Konstanz ins Spiel zu bringen und das Saisonziel, einen Platz in den Top 3, zu erreichen. Der Aufstieg geniesst für ihn weder diese noch nächste Saison Priorität: «Wir haben Spass am Fussballspielen und wenn die Einstellung stimmt, können wir nächste Saison viel erreichen. Wir werden sehen, was die Saison 2017/18 bringt.» Für Affentranger selbst steht der Aufstieg also nicht im Vordergrund. Sowieso meint er: «Schöner wäre es, nächstes Jahr den Solothurner Cup zu gewinnen.»

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