Swiss-League-Playoffs

Siegtorschütze Schirjajew: «Ich sah nur noch die Kollegen auf mich zurennen»

Jewgeni Schirjajew ist nach seinem Siegtreffer nicht mehr zu halten.

Jewgeni Schirjajew ist nach seinem Siegtreffer nicht mehr zu halten.

Der EHC Olten revanchiert sich im fünften Playoffspiel mit einem 4:3-Verlängerungssieg beim HC Thurgau für die bittere Niederlage in Spiel vier. Der neuerliche Siegtorschütze: Stürmer Jewgeni Schirjajew.

Dieses Gefühl, den siegbringenden Treffer in einem ungemein wichtigen fünften Playoffspiel in der Verlängerung zu erzielen? EHCO-Stürmer Jewgeni Schirjajew muss lachen. «Ich sah die Scheibe gar nicht im Tor liegen. Ich sah nur noch die Kollegen jubelnd auf mich zu rennen. Dann wusste ich, dass der Puck drin sein muss.»

Es folgen Emotionen, worauf der EHC Olten lange warten musste. «Ein schönes Gefühl», meint Oltens Nummer 81. Ein Gefühl, das innert 10 Minuten Spielzeit aus Frust und Verzweiflung in überwältigende Freude wechselte: Nach nur 14 Sekunden der Verlängerung traf Jewgeni Schirjajew zum hochverdienten 4:3. Die Passgeber? Die kämpferischen und spielfreudigen Silvan Wyss und Lukas Haas.

«Wir hatten nach dem dritten Drittel in der Pause gesagt, dass wir genauso weiterspielen sollen, wie wir das in den letzten zehn Minuten taten: Kompakt, angriffig und druckvoll», so Schirjajew, der die Szene wie folgt beschreibt: «Wir gewannen das Bully und machten sofort Druck. Wyss und Haas spielten mir die Scheibe vors Tor. Ich drehte mich und wollte die Scheibe nur irgendwie aufs Tor bringen. Dann war sie drin», so Schirjajew, der betont haben will, dass nicht er, sondern die Mannschaft als Sieger im Vordergrund stehen soll. «Das Team hat gekämpft, jeder für jeden.»

Und das Rezept der Aufholjagd? Geduld und der stetige Glaube an eine Wende. So habe man sich selbst nach 40 Minuten in der Kabine gegenseitig aufgemuntert.

«Wir hatten nichts mehr zu verlieren. Wir wussten, dass wir ein solches Spiel auch wenden können, wie Thurgau es tat. Und wurden belohnt», sagt Marc Grieder, der das Captainamt des angeschlagenen Cédric Schneuwly übernahm.

Und er meint abschliessend kämpferisch: «Das Momentum ist wieder auf unserer Seite. Wir gehen am Freitag mit einem guten Gefühl nach Weinfelden.»

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