Laufsport

Siegerin Brigitta Mathys: «Ich bin süchtig nach solchen Läufen»

Bei glasklarer Luft und herrlichem Sonnenschein waren Fabian Kuert und Brigitta Mathys die schnellsten des 27. Bürenlaufs. Für die meisten der fast 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer galt: Mitmachen ist wichtiger als gewinnen.

Auch die Sonne wollte dabei sein, als die vielen Kinder durchs schmucke «Stedtli» rannten. So wurde der 27. Bürenlauf bei kristallklarer Luft zu einem herrlichen Erlebnis für alle. «Als ich Mitten in der Nacht aufwachte und den starken Regen hörte, da macht ich mir schon etwas sorgen», sagte Adrian Diethelm, seit sieben Jahren OK-Präsident des Bürenlaufs. «Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter, das darf man laut sagen.»

Trotzdem gab es etwas weniger Nachmeldungen als in den Vorjahren. Das galt vor allem für das Hauptrennen über 11,5 Kilometer; beim Nachwuchs waren wieder sehr viele Meldungen zu verzeichnen. «Das freut mich ganz besonders», sagte Diethelm, «es gibt nichts Schöneres als die strahlende Freude der Kinder, wenn sie ins Ziel einlaufen.»

Vorbereitung für Silvester

«Ich habe ein hellgrünes, hellblaues, ein anthrazit- und ein orangefarbenes Shirt», sagte die Walkerin mit der Nummer 1086 bei der Rennvorbereitung auf den 27. Bürenlauf zu ihren Freundinnen im Café Barista. Zehn Minuten später trug sie dann zum Start aber bereits das dunkelrote Finisher-Shirt. Spass haben nach dem Motto, mitmachen ist wichtiger als gewinnen, das galt sicher für die meisten der fast 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Jahres. So auch für den Horriwiler Iwan Gasche. «Ich werde mit meinen Kollegen am Zürcher Silvesterlauf starten und nutze den Bürenlauf als Vorbereitung», sagte Gasche. Ins Ziel lief er als 66. der Kategorie H40 und der schönste Moment war, als er am Wegrand von seinen Kindern angefeuert wurde.

Durch das prächtige Herbstwetter durfte man sich aber nicht täuschen lassen. Die Bedingungen waren anspruchsvoll, denn hinauf durch den Wald Richtung Stedtliberg kosteten die rutschigen Blätter auf dem Weg viel Kraft, und hinunter musste man entsprechend vorsichtig sein, damit man nicht auf dem Hintern landete. So ist es nicht verwunderlich, dass der Streckenrekord von 37 Minuten und 25 Sekunden diesmal nicht angetastet wurde. Als erste auf die Zielgerade bogen Fabian Kuert und Roman Guirey ein, und der Langenthaler Kuert hatte am Ende einen Vorsprung von nur 4,5 Sekunden auf den Inser.

Delia Scablas lässt Jungs zurück

Beim Nachwuchs gab es ebenfalls eine bemerkenswerte Leistung: Die schnellste war die 13-jährige Delia Scablas aus Kirchberg. Als einzige lief sie die 1,5 Kilometer im Stettli unter 5 Minuten. So liess sie sogar alle Jungs weit hinter sich. Unter den Lokalmatadoren stachen der Bürener Kifaly Mengestabe als schnellster unter 20 Jahren und die Büetigerin Brigitta Mathys als schnellste Frau heraus. «Ich bin richtig süchtig nach solchen Läufen», gestand Mathys im Ziel, «und hier beim Bürenlauf ist es besonders schön, weil ich alle Leute kenne.»

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