Obwohl Leader Olten mit Saban Jakupovic sein grösstes Talent in die 1. Liga zu den Basler Black Stars ziehen lassen musste, obwohl vier Stammspieler fehlten und zwei weitere verletzt waren, obwohl dem Verein in der Winterpause drei Punkte abgezogen wurden, weil er die finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllt hatte, knüpfte die Mannschaft, die beim Spitzenkampf gegen Italgrenchen auf dem Kleinholzrasen stand, ohne Mühe an die starken Leistungen des Herbstes an.

Olten mit guter Technik

Daran änderte auch nichts, dass sich Verfolger Italgrenchen mit Samuel Bertschi und Marco Röthlisberger mit zwei erfahrenen Spielern aus der 2. Liga inter verstärken konnte. Die herausragenden Individualisten auf dem Platz waren die Oltner Hasan Osaj als Mittelfeldregisseur und Stürmer Oliver Bächler. Oltens neue Nummer 10, die vom Team Aargau U21 geholt werden konnte, gefiel mit starker Athletik und guter Technik. Und auch die sogenannten Ersatzspieler füllten die Lücken beim Leader problemlos aus.

Italgrenchen mit starkem Start

Einzig in der ersten Viertelstunde wirkte Italgrenchen gefährlich. Doch nach guten Angriffen über die rechte Seite wehrte Oltens Goalie Thomas Husi die Schüsse von Nicolas Chatzigeorgiou und wenig später von Valerio Fragapane mit Glanzparaden ab. Wäre einer der beiden Bälle reingegangen, dann hätte der Spitzenkampf auch eine andere Wende nehmen können. So bekam der FCO das Geschehen immer besser in den Griff und dominierte, womit die Führung, durch Nue Dushaj in der 39. Minute erzielt, absolut verdient war.

Ital trifft zum 1:1

Gleich nach der Pause zeigte dann aber Ital, dass die Sache noch nicht ganz gegessen war. Wieder war es ein schöner Angriff über rechts, den diesmal in der Mitte Chatzigeorgou zum 1:1 verwertete. Aber die Freude der Grenchner währte nicht lange. Nach einer halbhohen Flanke ging der Ball im Strafraum an die Hand eines Italieners und Schiedsrichter Besnik Fetaj pfiff einen harten, aber vertretbaren Penalty, den Osaj souverän zum 2:1 verwertete.

Da musste Italgrenchen bereits wieder alles riskieren. Die Angriffe sahen zwar ganz hübsch aus, aber die Oltner Defensive liess sich nicht so leicht aus den Angeln heben. Im Gegenteil: In der 70. Minute zeigte der Leader einen raumgreifenden Konter. Den Schuss von Chafik Nabal konnte Itals-Goalie Pascal Schwaller zwar zur Seite abwehren, aber der mitgelaufene Bächler hatte den richtigen Riecher und konnte zum alles entscheidenden 3:1 einschieben.

Vorsprung ausgebaut

Mit dem Sieg konnte der Leader den Vorsprung wieder ausbauen. Trotzdem liess FCO-Trainer Alfred Schmid keine Feier zu. Er kommandierte ein gepflegtes Auslaufen und eine gute Erholungsphase. «Mit dem Cup-Halbfinal in Fulenbach vom Mittwoch folgt am Mittwoch gleich der nächste wichtige Match, denn wir gewinnen wollen», erklärte Schmid, warum er auf die Euphoriebremse trat.