Ein weiterer Sieg im Heimspiel gegen Mitkonkurrent Black Stars Basel und das Team von Max Rüetschli kann am kommenden Samstag den Sack endgültig zuschnüren. Ein historischer Moment für den neuen FCG, woran zu Saisonbeginn niemand zu denken gewagt hatte.

Warnschuss der Gäste bereits in der 4. Minute.

Serrières-Innenverteidiger Tortella hatte sich im Rücken der Verteidigung bei einem Freistoss in den Strafraum geschmuggelt, wo er per Kopf ins Tor traf. Doch der Unparteiische gab den Treffer wegen Offside nicht. Das Aufatmen bei den Grenchnern war nicht zu überhören. Kurz darauf wurde Topskorer El Allaoui lanciert. Er konnte von den Innenverteidigern Safari und Stauffer in Kooperation mit Goalie Lapcevic erfolgreich am Abschluss gehindert werden. In der Folge blieben die Neuenburger sehr aufsässig, was den Platzherren offensichtlich Mühe bereitete. Vor allem El Allaoui wurde immer wieder gesucht, denn er macht normalerweise Tore in Serie. So waren denn vielversprechende Angriffe der Einheimischen während der ersten Hälfte praktisch nicht auszumachen und es ging mit einem 0:0 zum Pausentee.

Torfestival in der zweiten Halbzeit

«Schliesst doch mal ab» war die Aufforderung von der Grenchner Bank zu Beginn der zweiten Hälfte. Die Crew auf dem Platz setzte dies um und entwickelte nun mehr Druck. Offenbar hatte Trainer Rüetschli auch in der Pause die richtigen Worte gefunden. Ein Schuss von Leandro in der 55. Minute zischte am Gehäuse vorbei. Samuel Zayas machte es dann besser. Er fasste sich im Strafraum ein Herz und zog ab. Der abgefälschte Schuss landete im Tor (57.). Grenchens Jubel war noch nicht verklungen, entwischte El Alloui der Verteidigung und glich umgehend zum 1:1 aus (58.). Dies weckte den Ehrgeiz der Einheimischen nochmals. Bei einem schnellen Gegenangriff flankte Rawyler von rechts in die Mitte, wo der gut postierte Frimpong die Grenchner wieder in Front brachte (61.). Für den FCG kam es gar noch besser. In der 67. Minute Leandro und in der 71. Minute Sadrji, erhöhten ihrerseits auf 4:1. Mit drei Toren innert 10 Minuten schien der Widerstand gebrochen zu sein. Dass es bis zum Schluss doch noch knapp wurde, schrieb Rüetschli der abermals umgestellten Defensive zu: „Diese Tore hätten wir mit einer eingespielten Abwehr nicht mehr erhalten" zog er sein Fazit und Captain Stauffer ergänzte, es sei schade habe man nicht etwas mehr für das Torverhältnis machen können.

Grenchen - Serrieres 4:3 (0:0)

Brühl: 250 Zuschauer - SR: Locci.

Tore: 57. Zayas 1:0, 58. El Allaoui 1:1, 61. Frimpong 2:1, 67. Leandro 3:1, 71. Sadrji 4:1, 79. El Allaoui 4:2, 92. Ramseyer 4 :3.

Grenchen: Lapcevic; Ekoman, Stauffer, Safari, Hegg; Rawyler Zayas, Ndo' Ze, Leandro (93. Jelassi); Sadrji (78. Nascimento), Frimpong (74. Bayazi).

Serrières: Brenet; Dimonekene, Bühler, Tortella, Robert (85. Ramseyer); Oppliger, Parapar, Karam (75. Amadio), Bart, Coelho (67. Greub); El Allaoui.

Bemerkungen: Grenchen ohne Sampaio (gesperrt), Dedaj, Gloor, Sanchez (verletzt), Zimmermann, Mustafa, Walker (abwesend). Serrières ohne Arnet, Pinheiro, Nicoud (alle verletzt).
33. Lattenschuss Parapar, 92. Pfostenschuss Leandro.

Verwarnungen: 26. Stauffer (reklamieren), 31. Safari (abs. Handspiel), 64. Karam (Foul), 88. Ekoman (Foul).