Auch Baden konnte Solothurn nicht bremsen. Der Leader mit dem Punktemaximum agierte bei diesem 2:0-Erfolg zu clever. Die Ostaargauer gerieten bereits nach 109 Sekunden in Rücklage. Diese wurde zum Ballast und wog für die Gäste zu schwer, obwohl sie spielerisch ebenbürtig auftraten und sich klar mehr Spielanteile sicherten. Obwohl Regisseur Ladner sein Team immer wieder antrieb, wollte sich effektive Torgefährlichkeit nicht einstellen. Die Platzherren gerieten unter Druck und mussten sich teilweise stark zurück ziehen. Doch diese Belastungs- und Bewährungsprobe bestanden sie ohne ernsthafte Probleme.

Arifis erstes Tor

Erneut ging die Rechnung für Trainerfuchs Dariusz „Darek“ Skrzypczak auf. Arifi löste sich in diesen Startminuten aus dem Mittelfeld und bezog Stauffer sowie Bisevac in seine Passfolge ein, ehe er in deren Rücken wieder angespielt wurde und flach nach links ziehend sein erstes Ernstkampftor für den Platzklub schoss. „Wir haben Baden am Mittwoch beobachtet und haben gesehen, was für Stärken wir bei diesem Gegner eliminieren müssen und was für Schwächen sie haben, und wir konnten dies mit Erfolg umsetzen“, klärte Skrzypczak auf. Dadurch war die Truppe von Thomas Jent gefordert und musste viel Laufarbeit leisten. Mit ihrem viel Kraft kostenden Mittwochspiel gegen Münsingen in den Beinen wurde diese Herausforderung zur Herkulesaufgabe. Dieser stellten sich die Badener. Sie blieben bis zuletzt offensiv. „Baden hat optisch gut ausgesehen, aber wir wussten, wie wir dagegen angehen mussten“, sagte der Solothurner Trainer.

Veronica nützte Badens Tändelei

Eine erfolgreiche Gegenwehr vermasselten sich die Aargauer jedoch selbst früh nach dem Seitenwechsel (54.). Nach einem Solothurner Eckball vertändelte Goalie Baldinger den Abstoss und Veronica war aufmerksam. Er nützte diesen Umstand und erhöhte auf 2:0. „Wir haben dieses 2:0 gegen die körperlich starken Badener gesucht, weil wir dann noch einen Vorteile mehr hatten“, sah es Skrzypczak. Damit machten sich die Besucher die vom Doppelwechsel von Muff und Gmür für Weilenmann und Stump auf die zweite Halbzeit erhoffte Steigerung der Abschlussquote früh selbst zunichte. Die beste Chance – ein scharf und präzise getretener Freistoss von Toni – parierte Solothurns Hüter Jeffrey Grosjean in der 86. Minute mit einer Glanzparade. Gesamthaft fehlten dieser Partie Torszenen. Einerseits ging Solothurns taktische Rechnung auf, anderseits fehlten Baden die Kräfte und Mittel das zielführende Rezept dagegen zu finden. „Dieser Sieg macht besonders Freude, weil er gegen eine solide und gute Mannschaft zustande kam“, schloss Skrzypczak.

Solothurn - Baden 2:0 (1:0)

Stadion. – 500 Zu­schauer. – SR: Huwiler. – Tore: 2. Arifi 1:0; 54. Veronica 2:0.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Koch, Arifi (84. Henzi); Veronica (70. Schrittwieser), Stauffer, Hunziker; Bisevac (62. Sandmeier).

Baden: Baldinger; Weilenmann (46. Muff), Matovic, Franek, Mooser; Weber; Stump (46. Gmür), Ladner, Schär (62. Milosevic, Teichmann; Toni.

Bemerkungen: So­lo­thurn ohne Chatton, Bleuler (beide verletzt), Kopp (Ausland) und Loris Micelli (19-jähriger Zuzug von Basel U21; Mittelfeldspieler; noch nicht spielberechtigt). Baden ohne Mujovik, Cardiello, Luogo (alle verletzt), Pereira, Bieli, Berz und Nikollaj (alle nicht im Aufgebot). – Ver­war­nun­gen: 19. Stauffer, 23. Mooser, 28. Schär, 66. Hunziker (alle Foul), 73. Teichmann (Unsportlichkeit), 86. Hasanovic und Weber (beide Foul). – Eckbälle: 5:11 (3:6).