Strassenhockey
SHC Bettlach gewinnt dank Schlussspurt

In einem lange Zeit harzigen Spiel besiegt der SHC Bettlach schliesslich die Bulldozers Kernenried doch noch deutlich mit 1:7. Erst im Schlussdrittel konnten die Gäste die Partie entscheiden.

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Spannende Torszenen zwischen Kernenried und dem SHC Bettlach.

Spannende Torszenen zwischen Kernenried und dem SHC Bettlach.

zvg

Drei Tore innerhalb von 153 Sekunden zu Beginn des Schlussdrittels benötigte der SHC Bettlach um das Spiel in Kernenried für sich zu entscheiden. Zuvor rannten die Gäste lange Zeit vergebens an, in der zweiten Drittelspause war die Partie nach wie vor offen.

Linienläufe in der Pause

Lange war es eine torarme und für die zahlreichen Zuschauer in Kernenried nicht sonderlich unterhaltsame Partie. Die Gäste aus Bettlach verzeichneten zwar jederzeit die grösseren Spielanteile, wirklich viel Zählbares konnten die Solothurner daraus aber nicht vorweisen. Erst in der 18. Minute konnte Mauro Kiener die verdiente Führung für die Bettlacher bejubeln.

Dass Bettlach diese Führung nicht weiter ausbauen konnte, hatte auch viel mit Kernenrieds Goalie Hubacher zu tun, welcher immer wieder Herr der Lage blieb und zahlreiche Abschlüsse der Gäste entschärfen konnte. Bettlach-Coach Hudecek jedenfalls schien mit seinem Team nicht zufrieden. Während Kernenried sich in der 1.Pause in der Garderobe versammelte, beübte der Ex-Weltmeister sein Team mit Linienläufen.

Eine direkte Reaktion aus dem Pausenprogramm war jedoch nicht auszumachen. Bettlach war zwar weiter tonangebend, schaffte es jedoch weiter nicht, die Führung auszubauen. Das Heimteam verteidigte geschickt und agierte im eigenen Slot konsequent. Offensiv hatte Kernenried jedoch kaum etwas vorzuweisen. Die teils aussichtsreichen Gegenstösse waren oft zu kompliziert und sorgten nur selten für Gefahr vor Goalie Raboud.

Erst als Dällenbach im Slot vergessen ging und der erfahrene Schneider den Ball in die Mitte brachte, kamen die Bulldozers in der Schlussphase des Mittelabschnitts zum doch etwas schmeichelhaften Ausgleich. Die Bettlacher gingen gleichwohl mit einer Führung in die Pause, Schärer gelang in der Schlussminute die erneute Führung. Die zweite Pause verbrachten Coach Hudecek und sein Team dann ebenfalls in der Garderobe.

10 Minuten entscheiden Spiel

Mit frischen Kräften startete Bettlach dann in den Schlussabschnitt und legte in den 10 Minuten nach der Pause die entscheidende Differenz zwischen sich und die Bulldozers. Ryser, Weissmann, Stäheli und der wirblige Mauro Kiener bauten die Führung aus und sorgten schliesslich doch für klare Verhältnisse und einen klaren Sieg für die Favoriten.

Dies auch weil bei Goalie Hubacher langsam die Kräfte bei den warmen Temperaturen schwanden und er mit Krämpfen zu kämpfen hatte, ehe er in der 52. Minute ausgewechselt wurde. Der schliesslich deutliche 1:7-Erfolg für den Tabellenvierten war sicherlich verdient, täuscht aber über eine lange Zeit disziplinierte taktische Leistung von Kernenried hinweg. (mgt)