Radsport
Severin Sägesser hervorragender Vierter

Simon Zahner vom Hägendorfer EKZ Racing Team belegte hinter dem Deutschen Sascha Weber Rang 2 beim Radquer in Eschenbach.

Manfred Dysli
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Vier Quer-Weltmeister vereint in Eschenbach (vl.): Adrie van der Poel, Dieter Runkel, Albert Zweifel und Mike Kluge.

Vier Quer-Weltmeister vereint in Eschenbach (vl.): Adrie van der Poel, Dieter Runkel, Albert Zweifel und Mike Kluge.

Francisco Moutinho

Dritter wurde beim Finalrennen der EKZ-Cross-Tour David van der Poel, der Sohn des niederländischen Ex-Weltmeisters Adrie van der Poel. Sascha Weber freute sich nach seinem zweiten Saisonsieg sehr: «Dies war mein erster Sieg in einem UCI-C-1-Rennen. Diese 80 Punkte bringen mich nun wohl in die Top 15 in der Weltrangliste.» Aber auch der EKZ-Racing-Team-Spitzenfahrer Simon Zahner war mit seinem Ehrenplatz wenige Kilometer von seinem Wohnort Dürnten entfernt glücklich.

Gestartet wurde die Neuauflage des Eschenbacher Quer-Events vor rund 3000 Zuschauern übrigens von Dieter Runkel, dem letzten Schweizer Weltmeister im Radquer. Der Solothurner errang sein WM-Trikot 1995 ebenfalls in Eschenbach, wo das letzte internationale Quer vor 15 Jahren stattgefunden hatte.

Der Mann des Tages war mit Severin Sägesser ein anderer Solothurner. Der U23-Vizemeister von 2013 zeigte in seiner ersten Saison in der Elitekategorie ein absolutes Toprennen. Nachdem er bei der Hälfte auf dem technisch anspruchsvollen Parcours sogar einmal für kurze Zeit an der Spitze gewesen war, verpasste Sägesser einen Podestplatz nur äusserst knapp. Erst auf den letzten 300 Metern musste er David van der Poel den Vortritt lassen.

Weltcup-Einsatz am Wochenende

Mit nur 27 Sekunden Rückstand auf den Tagessieger belegte der 22-jährige Niederämter den sehr guten vierten Platz. «Ich glaube, es hat sich gelohnt, dass ich am letzten Wochenende kein Rennen gefahren bin und eine kurze Pause eingeschaltet habe», meinte Severin Sägesser. Nach seinem Effort im Kanton St. Gallen gilt es für ihn bereits am nächsten Wochenende in Belgien wieder Ernst. «Am Samstag starte ich in Essen in der Nähe von Antwerpen. Und am Sonntag folgt in Namur ein Weltcuprennen.»

Der Waadtländer BMC-Fahrer Arnaud Grand war dagegen der Pechvogel des Tages. Nach einem Kettenriss nach 20 Metern stiess er noch von der 43. Position auf den 12. Rang vor. Grand verpasste durch sein Riesenpech aber den Gesamtsieg in der neuen Schweizer Radcross-Serie und musste sich in der Endabrechnung mit dem vierten Platz begnügen.

Im international ebenfalls gut besetzten Frauenrennen feierte Lucie Chainel, die Quer-WM-Dritte von Louisville (USA) im Jahr 2013 und französische Landesmeisterin von 2012 und 2013, ihren fünften Saisonsieg.