Nur 24 Stunden nach dem 11:4-Derby-Auftaktsieg vor beinahe 2500 Fans gegen die Langnau Tigers erlebten die Spieler von Wiler-Ersigen den ersten «Kulturschock» der Saison. Vor knapp 200 Fans musste in der ungeliebten Oberseen der allseits erwartete Sieg gegen Rychenberg Winterthur eingefahren werden.

Die Ostschweizer, welche am Vortag gegen Malans eine 2:13-Brause eingefangen hatten, waren auf Wiedergutmachung aus und hatten zudem eine spezielle Motivationsspritze. Sie waren in Vorjahr die einzige Equipe, die dem Meister nach dessen Startpleite bei GC in der Qualifikation noch bezwingen konnte. Diesmal freilich liessen sich die Favoriten nicht auf dem falschen Bein erwischen. Wenig inspiriert, aber dennoch ungefährdet kam der Gast zu einem 5:0-Sieg, dem ersten Shutout unter Coach Heikki Luukkonen und dem ersten Zu-null-Erfolg für den Titelverteidiger seit Oktober 2009 beim 4:0-Heimsieg gegen ... genau, Winterthur.

Der HCR wird das Pech in Form von drei Stangentreffern beklagen, doch die Reaktion auf allfällige Gegentore musste der Meister gar nicht zeigen. Das er jederzeit das Tempo erhöhen kann, bewies er tags zuvor beim 11:4-Sieg über die Tigers, als man nach drei Gegentoren in Serie rasch mit fünf eigenen Volltreffern reagieren konnte. So bleibt das 5:0 wohl einzig Goalie Samuel Zimmermann in Erinnerung, der ein starkes Weekend mit seinem ersten SML-Shutout krönen konnte. Erfreulich auch, dass sich mit Berlinger, Mendelin und Fankhauser drei weitere Spieler (insgesamt schon zehn) am ersten Wochenende als Torschützen feiern lassen konnten.

Wie Kilian Wenger als Organisator

Nicht darunter ist der letztjährige Topskorer Matthias Hofbauer. Zwei für seine Verhältnisse bescheidene Assists zieren sein persönliches Konto. Was niemanden verwundern mag, wenn man weiss, dass er als Hauptverantwortlicher des Triple-Ball-Events fast Tag und Nacht für diesen Event im Einsatz gestanden ist. Etwas, dass es wohl nur im Unihockey so gibt. Etwa das Gleiche, wie wenn Schwingerkönig Kilian Wenger nächstes Jahr als Organisator des «Eidgenössischen» in Burgdorf amtieren würde und zwischendurch noch im Sägemehlring aktiv seinen Königstitel verteidigen wollte. (MS)